Sektor-Programm Gesundheit Phase VII
Das Vorhaben verbessert die unzureichende Qualität von und den Zugang zu nachhaltig finanzierter Basisgesundheitsversorgung aller Bevölkerungsgruppen und Geschlechter in Kirgisistan, insbesondere im ländlichen Raum. Durch eine erhöhte Inanspruchnahme qualitativ angemessener Basisgesundheitsleistungen soll zum einen ein Beitrag zur weiteren Verbesserung des Gesundheitszustands der kirgisischen Bevölkerung geleistet und zum anderen die Effizienz des Gesundheitssystems in Kirgisistan erhöht werden. Indirekt zielt das Vorhaben überdies auf eine Verbesserung der finanziellen Absicherung im Krankheitsfall ab, da die Basisgesundheitsversorgung - anders als Leistungen auf sekundärer und tertiärer Versorgungsebene - überwiegend kostenfrei ist. Das Modulziel ist die Verbesserung der Qualität der Basisgesundheitsversorgung in Kirgisistan. Zielgruppe ist die gesamte Bevölkerung des Landes, die derzeit rd. 6,2 Mio. Menschen (Weltbank 2017) umfasst und jährlich um 2,1 % wächst. Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen EUR 35.2 Mio. - wovon der Investitionsanteil der FZ EUR 10.0 Mio beträgt. Die Auszahlung der FZ-Mittel erfolgt policy-basiert nach Erreichen vereinbarter Disbursement-Linked Indicators (DLIs) im Rahmen eines Program for Results (PforR). Mit dem Vorhaben unterstützen die PforR-Financiers die Umsetzung der ersten Fünfjahresphase des State Program on Health Development (SPHD). Das Vorhaben gliedert sich in drei Ergebnisbereiche, auf dessen die DLIs definiert sind und an deren Erreichung die Auszahlungen im Rahmen des Vorhabens geknüpft werden:
1. Integration nachhaltiger Mechanismen zur Qualitätsverbesserung der Gesundheitsdienste;
2. Stärkung von Qualitätsaspekten im strategischen Einkauf von Gesundheitsleistungen;
3. Stärkung der Governance des Gesundheitssektors zur Qualitätsverbesserung.
Die DLIs, die auf zentrale Reformerfordernisse abstellen, definieren auch Zwischenschritte und werden im Erfolgsfall honoriert. Rd. EUR 7,83 Mio. des FZ-lnvestitionsteils werden für DLI-basierte Zahlungen verwendet. Das Modul wird federführend durch die Weltbank umgesetzt und durch die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit kofinanziert. Besondere Relevanz hat das Vorhaben für die Komponente zur Verbesserung der Basisgesundheitsversorgung von Müttern und Kindern im Rahmen des TZ-Programms Perinatalgesundheit.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde entsprechend der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie C eingeordnet, da vom Vorhaben voraussichtlich keine oder nur geringe nachteilige Auswirkungen und Risiken auf Umwelt und soziale Belange ausgehen. Es ist daher kein spezifischer Umwelt- und Sozialmanagementplan erforderlich. Der Partner wurde zur Einführung eines Beschwerdemechanismus verpflichtet und muss die KfW unverzüglich über umwelt- und sozialrelevante besondere Vorkommnisse informieren.
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