Schutz von Kindern, insbes. Mädchen, aus Rohingya-Flüchtlingscamps u. den aufnehmende Gastgemeinden durch Zugang Bildung

Nach Gewaltausbrüchen in 2017 in Myanmar flohen Rohingya Flüchtlinge ins benachbarte Bangladesch, wo nach aktuellem Stand 965.467 Geflüchtete in 33 überfüllten Camps im verarmten und gegen Naturkatastrophen ungesicherten Bezirk Cox's Bazar und auf der Insel Bhasan Char leben. Aufgrund der restriktiven Flüchtlingspolitik Bangladeschs sind diese Geflüchteten vollständig von internationalen Hilfen abhängig.

Das vorliegende Vorhaben leistet einen Beitrag zur Verbesserung des Wohlergehens, des Schutzes, der Resilienz sowie der Geschlechtergerechtigkeit von Kindern und Jugendlichen in den Rohingya-Camps und den Gastgemeinden. Um das zu erzielen, 1) erhalten Mädchen und Jungen aus den Gastgemeinden sowie den Rohingya-Camps gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger formaler Bildung sowie beruflichen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, 2) wird der Zugang zu Kinder und Judgenschutzdienstleistungen zur Prävention und Abhilfe aller Formen von Gewalt, einschließlich geschlechtsspezifischer Gewalt, gefördert 3) und es werden Maßnahmen zur Verhaltensänderung finanziert, um diskriminierender (geschlechtsspezifische) Normen und Praktiken sowie Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen abzubauen.

Durch die Maßnahmen sollen insgesamt 60.852 Rohingya-Geflüchtete sowie vulnerable Mitglieder der an die Camps angrenzenden Gastgemeinden direkt und 701.436 Personen indirekt erreicht werden.

Empfänger und Projektträger ist UNICEF Bangladesch, welche die Maßnahmen mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von 10 Mio. Euro umsetzen.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Mit diesem Vorhaben werden Rohingya-Flüchtlingskinder und Kinder aufnehmender Gemeinden in den Rohingya-Flüchtlingslagern im Distrikt Cox's-Bazar in Bangladesch mit folgenden drei Komponenten unterstützt: i) Bildung, ii) Kinderschutz und iii) Soziale Verhaltensänderung. Gemäß KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie wurde das Projekt in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und weist aufgrund von Risiken im Zusammenhang mit der Instandhaltung und Rehabilitierung von Projekteinrichtungen sowie Risiken im Zusammenhang mit sexueller Ausbeutung, sexuellem Missbrauch, sexueller Belästigung (SEA/H) und geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV) moderate Umwelt- und soziale Risiken (E&S) auf. Den Ergebnissen der Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung zufolge liegen diesem Vorhaben die UNICEF-Standards und -Verfahren für soziale und ökologische Nachhaltigkeit als Sicherungsinstrumente zugrunde, die im Einklang mit den zwischen KfW und UNICEF abgestimmten Standard Operating Procedures (SOP Partnership) stehen. Des Weiteren finden internationale Standards gemäß KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie Anwendung, die u.a. auch einen Beschwerdemechanismus für ArbeiterInnen und andere vom Projekt betroffene Menschen beinhalten. Projektspezifische Schutzinstrumente wie Umwelt- und Sozialmanagementpläne sind bereits entwickelt und eingeführt. Diese gilt es regelmäßig zu überwachen und bei Bedarf anzupassen, um eine wirksame Anwendung sicherzustellen. Zwischen der KfW und UNICEF wurde ein ESCP (Environmental & Social Commitment Plan) vereinbart, der die E&S-Schutzmaßnahmen und die notwendigen Schutzinstrumente vertraglich verbindlich festlegt.

Land / Region / Institution Bangladesch
Nummer 59528
Schwerpunkt Sonstige
Sektor 11220 - Grundschulbildung
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 10 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS CHILDREN'S FUND
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

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