Schutz der Biodiversität in den tropischen Anden in Ecuador

Sektor: Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen
Kernproblem: Die Ausdehnung der Land- und Viehwirtschaft, die zunehmende Erschließung durch Bergbau und Infrastruktur in Verbindung mit einem mangelhaften Management der Naturressourcen führen zum Verlust ökologisch wichtiger Lebensräume und einer besonderen Bedrohung des Artenreichtums.
Modulziel: Durch zivilgesellschaftliche Organisationen umgesetzte Projekte tragen zum Erhalt besonders biodiverser Gebiete (KBAs) in den tropischen Anden Ecuadors bei.
Zielgruppe direkt: Die ländliche Bevölkerung der KBAs, die von der nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen und vom Erhalt ihrer Lebensgrundlagen profitiert.
Zielgruppe mittelbar: Zivilgesellschaftliche Organisationen, die gestärkt werden.
Zielgruppe indirekt: Die Bevölkerung des andinen Raums, die durch die Bereitstellung von Ökosystemleistungen begünstigt wird.
Empfänger/Projektträger: Conservation International als Träger des Critical Ecosystem Partnership Fund
Wesentliche Outputs:
A: Der Schutz und das partizipative Management der priorisierten KBAs sind verbessert.
B: Die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung in den priorisierten KBAs und Korridoren sind verbessert.
C: Die Beteiligung lokaler Akteure (Gebietskörperschaften, indigene Gemeinschaften und Privatsektor) am Schutz der Biodiversität hat zugenommen.
D: Die Kapazitäten zivilgesellschaftlicher Organisationen, die Projekte umsetzen, zum Erhalt der Biodiversität sind verbessert.
Gesamtkosten: EUR 8,0 Mio.
FZ-Zuschuss: EUR 7,0 Mio.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Im Rahmen des Vorhabens werden Naturschutzprojekte in "Key Biodiversitiy Areas" (KBA) in Ecuador finanziert. KBA sind Gebiete mit einer sehr hohen und gefährdeten Biodiversität, die teilweise bereits als Schutzgebiete ausgewiesen sind. Die Umsetzung erfolgt durch den Critical Ecosystem Partnership Fund (CEPF). Es sind ca. 60 Einzelprojekte vorgesehen, die von zivilgesellschaftlichen Organisationen durchgeführt werden, die sich auf Ausschreibungen des CEPF bewerben. Zum aktuellen Zeitpunkt sind die tatsächlich zu fördernden Einzelprojekte noch nicht bekannt. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass vor allem Einzelprojekte mit geringen Umwelt- bzw. Sozialrisiken gefördert werden. Allerdings auch kann die Ausweisung neuer Schutzgebiete und die Verbesserung ihres Managements (z.B. über die Erstellung und Umsetzung von Managementplänen) finanziert werden, was vereinzelt Nutzungseinschränkungen zur Folge haben und damit zu einem erhöhten Risiko führen kann. Darüber hinaus sind Indigene Völker Teil der Zielgruppe des Vorhabens, was eine besondere Aufmerksamkeit erfordert. Aufgrund der oben genannten möglichen Umwelt- und Sozialrisiken erfolgte eine vorläufige Einstufung in die Kategorie B+ und wurde eine vertiefte Prüfung durchgeführt. Dabei wurde ein besonderes Augenmerk auf mögliche Einschränkungen der Ressourcennutzung, potenzielle Auswirkungen auf indigene Völker und die häufig auftretenden Interessenskonflikte unter den lokalen Akteuren im Zusammenhang mit Naturschutzinitiativen gelegt. Die vertiefte Prüfung bestätigt die Einstufung in die Kategorie B+. Um die E&S Risiken der Einzelprojekte zu managen, wird CEPF seinen ESMF (Environmental and Social Management Framework), der sich an internationalen Standards orientiert, verwenden. In der Umsetzung des Vorhabens erfolgt eine mindestens halbjährliche Berichterstattung von dem CEPF an die KfW zu der Implementierung des ESMFs sowie ad-hoc zu besonderen Vorkommnissen.

Land / Region / Institution Ecuador
Nummer 43869
Schwerpunkt Umwelt und Klima
Sektor 41030 - Biodiversität
USV-Kategorie B+
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 7 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner CONSERVATION INTERNATIONAL FOUNDATION
Zuständige Abteilung Lateinamerika und Karibik

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