Schutz der Biodiversität auf den Galapagosinseln

Kernproblem:
Die Prävention der Einschleppung invasiver Arten erfolgt nicht gemäß internationaler Standards, systematisch, effektiv und unter Einsatz moderner Techniken. Dies führt dazu, dass weiterhin jährlich potenziell bedrohliche, invasive Arten eingeschleppt werden. Für die Kontrolle und Be-kämpfung neu eingeschleppter invasiver Arten stehen nicht die erforderlichen wirksamen Ver-fahren und die finanziellen Mittel, für jährlich wiederkehrende Maßnahmen keine ausreichend Finanzierung zur Verfügung; dadurch werden wertvolle Ökosysteme und wichtige endemische Arten in ihrem Bestand gefährdet.

Modulziel:
Ziel des Moduls ist die Gewährleistung der Finanzierung von Strategien zur Prävention, Kontrolle und Ausrottung invasiver Arten, die die Biodiversität der Galapagosinseln bedrohen.

Zielgruppe:
Unmittelbar: Biosicherheitsbehörde und Nationalparkverwaltung, die für die Prävention und Kontrolle von die Biodiversität bedrohenden invasiven Arten zuständig sind.
Mittelbar: NRO, die als Durchführungspartner für zu finanzierende Einzelprojekte in Frage kom-men, Bevölkerung der Galapagosinseln, die vom Erhalt der Biodiversität als Grundlage für den Tourismus und wirtschaftliche Einkommen profitiert.

Empfänger:
Ministerium für Umwelt, Wasser und ökologische Transition (Ministerio del Ambiente, Agua y Transición Ecológica, MAATE)

Projektträger:
Ecuadorianischer Naturschutzfonds (Fondo de Inversión Ambiental Sostenible, FIAS)

Wesentliche Outputs:
A: Stärkung des Systems zur Prävention der Einschleppung und Verbreitung invasiver Arten vom ecuadorianischen Festland und zwischen den Galapagosinseln, B: Verbesserung der Kontrolle prioritärer invasiver Arten, C: Modernisierung der Verfahren von FIAS und FEIG und Anpassung an internationale Standards.

Kosten und Finanzierung:
Gesamtkosten: EUR 21,7 Mio., FZ Beitrag: EUR 15,0 Mio.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Ziel des Vorhabens ist die Gewährleistung der Finanzierung von Strategien zur Prävention, Kontrolle und Ausrottung invasiver Arten, die die Biodiversität der Galapagosinseln bedrohen. Das Vorhaben ist als offener Finanzierungsmechanismus gestaltet, in dessen Rahmen Einzelprojekte und Maßnahmen zur Prävention der Einschleppung und Verbreitung invasiver Arten und die Verbesserung der Kontrolle von prioritären invasiven Arten finanziert werden. Bisher sind die genauen Projektstandorte und Inseln, auf denen das Projekt umgesetzt wird, noch nicht bestimmt. Das Vorhaben wurde in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "FI/B+" eingeordnet, da nach derzeitigem Kenntnisstand potenziell negative Auswirkungen und Risiken auf das reiche Ökosystem und Anwohner einiger der Galapagosinseln nicht ausgeschlossen werden können. Diese Auswirkungen sind voraussichtlich jedoch auf die Standorte der Maßnahmen begrenzbar und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen vermeid-, minder- oder kompensierbar. Die FI/B+ Kategorisierung beruht vor allem auf der Sensitivität der Biodiversität auf den Galapagosinseln (ESF ESS 6) und der Priorität, jegliche Aktivität so zu gestalten, dass sie der Biodiversität auf Galapagos nicht schadet. Das adäquate Management potenzieller Risiken der Einzelprojekte wird über ein Umwelt- und Sozialmanagementsystem (USMS), das vom Projektträger, dem ecuadorianischen Umweltfonds (Fondo de Inversión Ambiental Sostenible, FIAS) mit Unterstützung der KfW eingerichtet wird, sichergestellt. Durch die Einrichtung des USMS werden Kapazitäten des Trägers aufgebaut, um Umwelt- und Sozialrisiken auch in anderen Vorhaben entsprechend der internationalen Standards managen zu können. Je nach Projektart werden, auf dem USMS basierend, projektspezifische Maßnahmenpläne erstellt und umgesetzt.

Land / Region / Institution Ecuador
Nummer 44632
Schwerpunkt Umwelt und Klima
Sektor 41030 - Biodiversität
USV-Kategorie B+
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 15 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner FONDO DE INVERSIÓN AMBIENTAL SOSTENIBLE (FIAS)
Zuständige Abteilung Lateinamerika und Karibik

Kontakt

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