Results-based Financing im Wassersektor
Im Rahmen des Vorhabens "Results-based Financing im Wassersektor" sollen die drei jordanischen Wasserversorgungsunternehmen dabei unterstützt werden, kleine Investitions- und Wartungsmaßnahmen zur Erhöhung der Betriebssicherheit zu tätigen. Dabei kommen insbesondere solche Maßnahmen in Frage, welche zur Effizienzsteigerung, Energieeinsparung und Kostenoptimierung der bestehenden Infrastruktur beitragen. Zu Beginn des Vorhabens werden durch die Versorgungsunternehmen Maßnahmen vorgeschlagen, die von einem unabhängigen Consultingunternehmen bewertet, bepreist und priorisiert werden. Die ausgewählten Maßnahmen sollen im Anschluss durch die Unternehmen eigenständig umgesetzt werden. Nach Erreichung des angestrebten Ergebnisses werden die Unternehmen durch die KfW auf Basis der zu Beginn vereinbarten Preise bezahlt. Das Hauptziel des Vorhabens ist der ordnungsgemäße Betrieb und die Wartung der Wasserinfrastruktur und somit eine effiziente Bewirtschaftung der knappen Grundwasserressourcen in Jordanien. Nebenziele des Vorhabens sind, zur Erhöhung der Transparenz der staatlichen Wasserversorgungsunternehmen beizutragen, sowie die Anpassungskapazität des Projektträgers und der Wasserversorgungsunternehmen an den Klimawandel zu erhöhen. Ein weiteres Nebenziel ist die finanzielle Verbesserung des Betriebs mit Fokus auf Energieeffizienzmaßnahmen, die zu einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen beitragen soll.
Im zusammenhängenden Vorhaben "COVID 19 - Ergebnisbasiertes Programm zur Sicherstellung des nachhaltigen Betriebs im Wassersektor" soll der Betrieb kritischer Wasser- und Abwasserinfrastruktur kurzfristig sichergestellt werden.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Typische Umweltauswirkungen, die während der Bauphase des Projekts zu erwarten sind, betreffen die z.B. Lärmentwicklung und Verschlechterung der Luftqualität, sowie mögliche Auswirkungen auf die biologische Vielfalt wie den Verlust von Vegetationsfläche, Umweltverschmutzungen und Anfall von Abfällen. Soziale Auswirkungen umfassen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Anwohner, Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Arbeitsbedingungen. Obwohl diese Auswirkungen voraussichtlich auf den Bereich des jeweiligen direkten Projektgebietes beschränken und in den meisten Fällen reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren. Zu erstellende Umwelt- und Sozialmanagementpläne sehen die Einführung von Beschwerdemechanismen für Arbeiter auf Baustellen und für Baustellen-Anlieger vor. Da es sich um ein ergebnisbasiertes Vorhaben handelt ist die Einführung eines programmspezifischen Beschwerdemechanismus über die oben beschriebenen Beschwerdemechanismen hinaus nicht vorgesehen.
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