Reproduktive Gesundheit und Pandemie Resilienz

Die Bedürfnisse junger Frauen und Mädchen, wie auch die Unterstützung von Paaren bei der sicheren Planung von Schwangerschaften und der Inanspruchnahme von Diensten zu Familienplanung (FP) und sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte (SRGR) werden adressiert. Projektziel ist: Die Nutzung von pandemieangepassten, qualitativ verbesserten integrierten SRGR-Dienstleistungen und Informationen inklusive Beratung und Erstversorgung für Oper sexualisierter Gewalt ist erhöht. Die Maßnahmen umfassen u. a. Sensibilisierung und Aufklärung in einer Kombination aus sozialer, verhaltensändernder und interpersoneller Kommunikation. Jugendliche werden über angepasste Maßnahmen (Foren für Jugendliche und Mädchen, Menstruationsgesundheit und -hygiene) erreicht. Gesundheitspersonal und politische Akteure werden unterstützt und evidenzbasierte Lobbyarbeit hilft das Angebot an FP-Methoden zu vervollständigen sowie durch politische Unterstützung die Akzeptanz und Finanzierung von SRG-Produkten und Dienste nachhaltig zu verbessern. Durch Integration von SRGR-Thematiken in öffentlichen Gesundheitseinrichtungen, wie die Nachsorge von Schwangerschaftsabbrüchen, das HPV-Screening, die Prävention sexualisierter und genderbasierter Gewalt (GBV) bzw. die Leistungserbringung für GBV Opfer, wird die Pandemieresilienz der Zielgruppe erhöht und Risiken für Frauen und Mädchen reduziert, die durch Krisensituationen, wie die COVID-19 Pandemie hervorgerufen werden. Zielgruppe sind Frauen und ihre Partner mit Fokus auf Jugendliche (15-19 Jahren), sowie Personen marginalisierter Gruppen (einkommensschwache Haushalten, Menschen mit Behinderungen und Opfer sexualisierter Gewalt). Sekundäre Zielgruppe sind religiöse und traditionelle Führer und politische Akteure, private und staatliche Anbieter von Gesundheitsdiensten und Gesundheitspersonal. Das 3-jährige Programm wird in fünf Bundesstaaten umgesetzt: Kebbi, Zamfara und Katsina im Nord-Westen sowie Adamawa und Taraba im Nord-Osten Nigerias.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben wurde gemäß der KfW Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialkategorie B+ eingeordnet. Das Vorhaben ermöglich jugendlichen Mädchen und Frauen einen gesicherten Zugang zu Dienstleistungen der Familienplanung und reproduktiven Gesundheit. Das Vorhaben wird in ländlichen Gebieten im Norden Nigerias umgesetzt. In diesen Gebieten herrscht gegenwärtig eine fragile Sicherheitslage. Ebenso ist der gesellschaftliche Kontext eher traditionell. Aufgrund der Sicherheitslage und der in dem herrschenden Kontext angebotenen sensiblen Gesundheitsdienstleistungen, ist das Vorhaben mit höheren Risiken für Mitarbeiter:innen und die begünstigten Frauen verbunden. Es bestehen sowohl für die Mitarbeiter:innen als auch für die Mädchen und Frauen Sicherheitsrisiken. Weiterhein beinhalten die Gesundheitsrisiken für die begünstigten Frauen Covid-19 Übertragungsrisiken sowie die Sicherstellung einer ausreichenden medizinischen Nachversorgung. Durch die im Vorhaben genutzten medizinischen Produkte bestehen außerdem leichte Umweltrisiken für Wasser, Luft und Boden im Rahmen des Abfallmanagement und der Abfallbeseitigung. MSION setzt bereits ausreichende Maßnahmen für einen Großteil der oben beschriebenen Risiken ein. Mit dem Träger MSION wird daher vereinbart, dass Maßnahmen ergriffen werden, um die restlichen Risiken zu vermeiden und zu vermindern. Es sind ein Abfallmanagementplan und ein COVID-19 Präventionsplan vor Beginn der Aktivitäten zu erstellen und umzusetzen sind. Der COVID-19 Präventionsplan hat Mitarbeiter:innen und Begünstigte gleichermaßen zu schützen. Der Abfallmanagementplan muss darlegen, welche Abfälle im Vorhaben anfallen, wie diese einzuordnen sind (infektiös, etc.) und entsprechende Maßnahmen zum Transport und zur Entsorgung darlegen. Darüber hinaus ist der bereits bestehende Beschwerdemechanismus weiterhin in allen Vorhabengebieten umzusetzen.

Land / Region / Institution Nigeria
Nummer 50114
Schwerpunkt Gesundheit
Sektor 13030 - Familienplanung
USV-Kategorie B+
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 16,94 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner MSI NIGERIA REPRODUCTIVE CHOICES LTD/GTE
Zuständige Abteilung West- und Ostafrika

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