Reproduktive Gesundheit inkl. Familienplanung; HIV/AIDS-Prävention in der ECOWAS-Region V
Die Mitgliedsländer der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS gehören weltweit zu der Region mit dem höchsten Bevölkerungswachstum und der höchsten Mütter- und Kindersterblichkeit. Lediglich 18 Prozent der verheirateten Frauen wenden moderne Familienplanungsmethoden an, obwohl die Nachfrage hiernach wesentlich größer ist. Ein Viertel der verheirateten Frauen hat überhaupt keinen regelmäßigen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln - sie sind nicht zu bekommen oder zu teuer. Damit liegt die kontrazeptive Prävalenzrate in Westafrika deutlich unter der Prävalenz in Nord- oder Ostafrika (46 % bzw. 35 %). Die Fruchtbarkeitsrate Westafrikas liegt bei 5,4 Kindern pro Frau. Mit steigender Bevölkerung im reproduktiven Alter wird sich der Bedarf nach Verhütungsmitteln und reproduktiven Gesundheitsdienstleistungen noch weiter erhöhen.
Ziel des FZ-Moduls ist es, zur Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit (SRG) im Wirtschaftsraum ECOWAS beizutragen.
Konkretes Ziel des Moduls ist die Verbesserung der regionalen politischen und programmatischen Kooperation im Bereich SRG sowie insbesondere einen Beitrag zur Verfügbarkeit von SRG-Verbrauchsgütern und zur positiven Verhaltensänderung der Zielbevölkerung beim Verbrauch von SRG-Verbrauchsgütern in der ECOWAS-Region zu leisten.
Durch einen verbesserten Zugang zu SRG-Produkten, aber auch über die Stärkung der regionalen Gesundheitsorganisation WAHO und strukturwirksame Beeinflussung und Koordinierung nationaler Politiken soll der Stellenwert und die Wirksamkeit von SRG-Politiken verbessert werden. Das Vorhaben trägt somit dazu bei, das Bevölkerungswachstum zu reduzieren, die Mütter- und Kindersterblichkeit in der Region zu vermindern sowie die HIV-Prävention zu stärken. Damit wird auch ein Beitrag zum Abbau geschlechterspezifischer Benachteiligungen und zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern am Entwicklungsprozess in ihren Ländern geleistet.
Zielgruppe ist die sexuell aktive und überwiegend ärmere Bevölkerung des ECOWAS-Wirtschaftsraumes. Ein besonderer Fokus liegt auf Frauen und Jugendlichen sowie mobilen Bevölkerungsschichten, die im Lande, aber auch über die Grenzen hinweg migrieren. Diese sind aufgrund ihrer Lebenssituation spezifische Risikogruppen für sexuell übertragbare Krankheiten (Prostituierte, Wanderarbeiter, Flüchtlinge, Armee- und Sicherheitskräfte, Straßen- und Transportarbeiter). Die Begünstigten des Finanzierungsmechanismus finden sich sowohl im öffentlichen als auch privaten Sektor, inklusive der Social Marketing Organisationen.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde entsprechend der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie C eingeordnet, da vom Vorhaben voraussichtlich keine oder nur geringe nachteilige Auswirkungen und Risiken auf Umwelt und soziale Belange ausgehen. Es ist daher kein spezifischer Umwelt- und Sozialmanagementplan erforderlich. Der Partner wurde zur Einführung eines Beschwerdemechanismus verpflichtet und muss die KfW unverzüglich über umwelt- und sozialrelevante besondere Vorkommnisse informieren.
Seite teilen
Um die aktuellen Seiteninhalte mit Ihrem Netzwerk zu teilen, klicken Sie auf den untenstehenden Button und wählen anschließend die gewünschte Option im Dialog aus.
Hinweis zum Datenschutz: Durch das Klicken auf den Button wird die Teilen-Funktion Ihres Browsers genutzt. Wenn Sie beim Teilen einen externen Anbieter auswählen, können persönliche Daten vom Anbieter verarbeitet werden. Lesen Sie dafür unsere Datenschutzgrundsätze.
Ihr Browser unterstützt das Teilen mit externen Diensten nicht.
Alternativ können Sie auch den Kurz-Link kopieren: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/s/dezJMp
Link kopieren Link kopiert