Renewable Energy Enhancement Facility II - Gogo HPP Redevelopment

Das Vorhaben sieht die Rehabilitierung und Erweiterung des seit 1958 betriebenen Wasserkraftwerks "Gogo" im Südwesten Kenias am Fluss Kuja in der Nähe des Viktoriasees vor. Diese Region ist durch eine schwache Anbindung ans Stromnetz und eine unzureichende Stromversorgung gekennzeichnet, was zu häufigen Stromausfällen führt. Die Gefahr des Komplettausfalls des Kraftwerks ist sehr hoch.

Die Neugestaltung des Gogo-Wasserkraftwerks adressiert diese Engpässe u.a. durch eine Vervierfachung der installierten Kraftwerksleistung auf über 8 Megawatt und eine Bereitstellung von bis zu 30 Gigawattstunden Strom pro Jahr ab 2029. Die Hauptaktivitäten des Projekts umfassen u.a.: Rehabilitierung der bestehenden Dammstruktur, Bau eines neuen Wasserwegs und eines neuen Kraftwerks einschließlich Turbinen und Generatoren, Bau einer neuen Umspannstation und einer gesonderten 33-kV-Übertragungsleitung; Maßnahmen zum Schutz der Umwelt- und Sozialverträglichkeit umfassen u.a. den Schutz des aquatischen Lebens, durch die Einhaltung ökologischer Mindestabflussmengen sowie die Umsetzung eines Entwicklungsplans für die angrenzenden Gemeinden u.a. in den Bereichen Transport, Gesundheit und Bildung.

Im Rahmen des Team Europe stellt die KfW im Auftrag der deutschen Regierung einen zinsgünstigen Kredit in Höhe von 35 Mio. EUR bereit, der von einem Zuschuss der Europäischen Union in Höhe von 3,1 Millionen EUR begleitet wird. Kenya Electricity Generating Company Limited (KenGen), Kenias führendes Unternehmen zur Stromerzeugung, ist Betreiber des Gogo-Wasserkraftwerks und langjähriger Projektpartner der KfW.

Das Vorhaben ist Teil der Klima- und Entwicklungspartnerschaft zwischen Deutschland und Kenia, mit der die deutsche Bundesregierung das Land bei der Umsetzung seiner nationalen Klimaschutzziele unterstützt und seine Vorreiterrolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien stärkt. Kenia verfolgt das Ziel, bis 2035 100% seiner Energie aus erneuerbaren Quellen zu generieren.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Projekt "Renewable Energy Enhancement Facility II - Gogo HPP Redevelopment" wurde in die Projektrisikokategorie "B+" eingestuft. Der Bau des Wasserkraftwerks, einschließlich der Errichtung des Kofferdamms, des Tunnelbaus durch Bohr- und Sprengarbeiten und der Anlage von Zufahrtsstraßen, birgt Risiken für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz der Bauarbeiter. Um dem entgegenzuwirken, werden entsprechende Managementpläne für Arbeitssicherheit entwickelt und umgesetzt. Insbesondere der Bau des Kraftwerks kann sich negativ auf die umliegenden Gemeinden auswirken (z.B. durch Lärmbelästigung, vermehrtes Verkehrsaufkommen). Durch regelmäßige Konsultationen der Interessensgruppen des Projekts und die Veröffentlichung von Informationen wird die lokale Bevölkerung über den Projektfortschritt auf dem Laufenden gehalten und ihre Anliegen gehört. Da für das Projekt etwa 6 Hektar zusätzliches Land benötigen werden, sind Umsiedlungen sowohl von Privatpersonen als auch von Geschäften erforderlich. Allerdings ergab eine vorab durchgeführte Überprüfung, dass die Auswirkungen und das Ausmaß der Umsiedlungen moderat sind. Als Entschädigung werden für die Betroffenen Wiederherstellungs- und Entschädigungsmaßnahmen durchgeführt werden. Die Umleitung des Wassers von der Wasserentnahmestruktur zum Kraftwerk kann erhebliche Auswirkungen auf die aquatische Biodiversität haben. Daher wurde mittels einer Studie die notwendige ökologische Restwassermenge ermittelt, um den Erhalt des aquatischen Ökosystems sicherzustellen. Es wird einen Beschwerdemechanisumus eingerichtet werden sowie wird der Träger durch einen Implementierungsconsultant bei der Umsetzung der E&S Anforderungen unterstützt.

Land / Region / Institution Kenia
Nummer 50859
Schwerpunkt Energie
Sektor 23210 - Energieerzeugung, erneuerbare Quellen
USV-Kategorie B+
Finanzierungsinstrument Entwicklungskredit
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 35 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner KENYA ELECTRICITY GENERATING COMPANY PLC
Zuständige Abteilung West- und Ostafrika

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