Rehabilitierung Ländlicher Wege in Westkenia (Phase II)
Das FZ-Modul "Rehabilitierung Ländlicher Wege in Westkenia II" umfasst Investitionen in die Rehabilitierung von ländlichen Wegen in Westkenia sowie die Stärkung der Wartungskapazitäten auf nationaler und Bezirksebene. Ziel ist der verbesserte Zugang der ländlichen Bevölkerung in Westkenia zu landwirtschaftlichen Märkten und sozioökonomischer Infrastruktur, durch vermehrte Nutzung eines rehabilitierten, klimaresilienten und ganzjährig befahrbaren Straßen-Netzwerkes. Gerade für junge Menschen im ländlichen Raum sind Mobilität und Transportinfrastruktur wesentliche Voraussetzungen um Zugang zu Bildung, Jobs und Geschäftsmöglichkeiten entlang landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten zu erhalten.
Vertragspartner ist das kenianische Finanzministerium, Projektträger ist Kenya Rural Road Authority (KeRRA), eine autonome Behörde des kenianischen Transport- und Infrastrukturministeriums (MoTIHUD&PW). Das FZ-Modul trägt zur Umsetzung des kenianischen Programms "Roads 2000" bei, mit dem ländliche Straßen und Wege mit modernen Methoden möglichst schnell, kostengünstig und beschäftigungsfördernd in einen wartungsfähigen Zustand gebracht werden sollen. Durch das Vorhaben werden Straßenauswahl, Baudesign, Bauüberwachung sowie Bauleistungen finanziert. Der kenianische Eigenbeitrag zeichnet sich durch "performance-based maintenance" Verträge aus, die die Wartung der rehabilitierten Straßen auch nach Projektabschluss finanzieren. Über eine komplementäre A+F Maßnahme wird das Trägersystem durch Capacity Building und Trainingsmaßnahmen gestärkt, die sich an KeRRA, das MoTIHUD, die lokalen Bezirksregierungen und lokale Baufirmen richten. Damit werden einerseits die technischen Kapazitäten zur klimaresilienten Rehabilitierung und Wartung gestärkt und anderseits die strukturellen Herausforderungen für die Wartung des Wegenetzwerkes angegangen.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Aufgrund der für die Investitionen erforderlichen Baumaßnahmen kann es im Kontext der FZ-Maßnahme zu nicht-intendierten negativen Wirkungen kommen. Daher wurde das Vorhaben mit der Kategorie B+ bewertet. Da keine Neubauten, sondern ausschließlich Rehabilitierungsarbeiten vorgesehen sind, bewegen sich die erwarteten negativen Auswirkungen auf Umwelt- und Sozialverträglichkeit in einem begrenzten Rahmen. Anwohnerinnen und Anwohner sind vor allem durch erhöhte Lärm- und Staubbelastung sowie ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und ggf. temporär beeinträchtigte Zugänglichkeit bzw. Unpassierbarkeit während den Baumaßnahmen negativ von der Projektimplementierung betroffen. Die Minimierung negativer Auswirkungen auf Betroffene und Umwelt wird ein wichtiges Auswahlkriterium für die einzelnen Investitionsmaßnahmen sein. Bei der Vorbereitung und beim Design der Rehabilitierungsmaßnahmen werden die Anwohnerinnen und Anwohner der geplanten Wegstrecken konsultiert und eingebunden und in einem Stakeholder Engagement Plan konsultiert. Die Durchführungsverantwortung ist auf nationaler Ebene verankert, wo die Kenya Rural Roads Authority (KeRRA) als Projektträger/Project Executing Agency (PEA) die Federführung in der Projektumsetzung übernimmt. KeRRA hat Regionalbüros in allen Bezirken und erhält auf diesem Weg Feedback und Beschwerden von lokalen Gemeinschaften. Außerdem wird ein projektspezifischer Stakeholder Engagement Framework (SEF) entwickelt, der einen vorhabenspezifischen Beschwerdemechanismus umfasst.
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