Regionalprogramm Palästinensische Flüchtlingslager Nahost (REPAC V)
Das FZ-Vorhaben "Regionalprogramm Palästinensische Flüchtlingslager in der Nahost Region" (REPAC) beinhaltet die bauliche Planung und Implementierung sozialer und wirtschaftlicher Infrastruktur in ausgewählten Palästinensischen Flüchtlingslagern in der Nahost Region, um dort die Lebensbedingungen zu verbessern. Das Programm baut auf den Aktivitäten des Camp Improvement Programme (CIP) auf, so dass die einzelnen Aktivitäten über einen partizipativen Ansatz auf Ebene ausgewählter Flüchtlingslager identifiziert werden. Ziel des FZ-Vorhabens ist der verbesserte Zugang zu und eine angemessene Nutzungsmöglichkeit sozialer und wirtschaftlicher Infrastruktur für die Bevölkerung in und um palästinensische Flüchtlingslager. Die Gesamtkosten wurden bei Projektprüfung auf 30 Mio. EUR geschätzt und belaufen sich nun auf 40 Mio. EUR.
Es soll ein schneller Beitrag zur Sicherstellung der Grundbedürfnisse palästinensischer Flüchtlinge, deren humanitäre Situation durch die Konflikte in der Nahost-Region weiter beeinträchtigt wurden, geleistet werden. Deshalb wurde die FZ-Maßnahme REPAC dahingehend angepasst, dass notwendige Maßnahmen, die zur Deckung der unmittelbaren Grundbedürfnisse der betroffenen palästinensischen Flüchtlinge beitragen (Basisinfrastruktur, Ernährungssicherung, Grundbildung, Gesundheitsversorgung etc.), direkt finanziert werden können. Dafür ist die Vorschaltung partizipativer Prozesse (CIP) nicht notwendig. Bisher wurden 19,87 Mio. EUR in drei Phasen über die deutsche FZ für das Vorhaben REPAC bereitgestellt. In einer vierten Phase sollen nun weitere 20 Mio. EUR folgen.
Die Mittel sind im Wesentlichen für den Wiederaufbau in Gaza vorgesehen. Der knapp zwei Monate andauernde bewaffnete Konflikt im Sommer 2014 in Gaza hat dazu geführt, dass rund 20.000 Wohneinheiten zerstört bzw. unbewohnbar ist, rund 80.000 wurden beschädigt. Noch immer sind über 100.000 Menschen ohne Obdach als Folge der Krise (November 2014). Die United Nations Relief and Works Agency (UNRWA) allein beherbergt derzeit 32.000 Flüchtlinge in 18 Schulen. Angesichts der hohen Anzahl der Binnenflüchtlinge, der starken Überfüllung der bestehenden Unterkünfte und des hohen Bedarfs an adäquater Unterbringung, Gesundheitsversorgung, Grundbildung und Gütern des täglichen Bedarfs, stößt UNRWA an seine finanziellen Grenzen. Durch die zusätzlichen FZ-Mittel soll zum einen Wohnraum für rund 500 palästinensische Flüchtlingsfamilien (ca. 2.750 Einzelpersonen) geschaffen und zum anderen übergangsweise Mietsubventionen für rund 3.200 palästinensische Flüchtlingsfamilien (ca. 17.400 Einzelpersonen) gezahlt werden.
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