Regionalfonds zur Stärkung der Dürreresilienz am Horn von Afrika
Das FZ-Vorhaben umfasst Maßnahmen der Wasser- und Sanitärversorgung (WSV) in Hargeisa und des Nachhaltigen Landmanagements im Einzugsgebiet der Wasserversorgung Hargeisas. Mit dem Vorhaben gelingt erstmals der Einstieg in einen strukturellen, geberharmonisierten Ansatz für eine nachhaltige und sozialverträgliche WSV und ein Nachhaltiges Landmanagement.
"Somaliland" erklärte sich 1991 unabhängig, wird bis heute jedoch international nicht anerkannt. Politische Instabilität verhinderte jahrelang dringend notwendige Investitionen. Aufgrund des großen Bevölkerungswachstums und des anhaltenden Flüchtlingszustroms sind die heutigen Zugangsraten zu einer angemessenen WSV in Hargeisa extrem niedrig. Das Bevölkerungswachstum erhöht zudem den Druck auf fruchtbare Böden in den Wassereinzugsgebieten Biji und Waheen. Im Biji Wassereinzugsgebiet liegt das für die Wasserversorgung (WV) von Hargeisa zentrale Brunnenfeld. Die durch unangepasste Landnutzungsmethoden verursachte, fort-schreitende Bodendegradierung gefährdet die Lebensgrundlage der dort lebenden Bevölkerung.
Ziel der FZ-Maßnahme ist es, die Trinkwasser- und Basissanitärversorgung der überwiegend armen Bevölkerung in den unterversorgten Stadtvierteln Hargeisas nachhaltig, sozial- und umweltverträglich zu verbessern und die fortschreitende Bodenerosion und -degradierung in den Wassereinzugsgebieten Biji und Waheen einzudämmen, um zur Stabilisierung des Wasserhaushalts und in der Folge zur Stabilisierung der land- und viehwirtschaftlichen Produktivität und Ernährungssicherung beizutragen (FZ-Modulziel).
Die Zielgruppe des vorliegenden FZ-Vorhabens ist die arme Bevölkerung Hargeisas und in Har-geisa lebende Flüchtlinge, die von einer verbesserten WSV profitieren. Neben dringend notwendigen Infrastrukturmaßnahmen erzielt das Vorhaben strukturelle Wirkungen durch träger-stärkende Maßnahmen und eine mit den Partnern vereinbarte Wassertarifreform zur Sicherung des nachhaltigen Zugangs der armen Bevölkerung zu einer angemessenen WV. Zudem stellt das Vorhaben den Einstieg in die bisher nicht vorhandene, formalisierte Sanitärversorgung in Hargeisa sicher. Das Vorhaben begünstigt im Oberen Biji und Waheen Wassereinzugsgebiet lebende Agropastoralisten und Pastoralisten, deren Lebensgrundlage durch den Boden- und Erosionsschutz nachhaltig gesichert wird, und trägt damit zur Ernährungssicherung in einer der weltweit am häufigsten von Dürren betroffenen Regionen bei.
Die Gesamtkosten des Vorhabens werden auf EUR 33,05 Mio. geschätzt. Die somall-ländische Regierung leistet einen Eigenbeitrag i.H.v. EUR 1,5 Mio. in Form von Sachleistungen. Die verbleibenden EUR 31,55 Mio. werden über die FZ-Altzusage i.H.v. EUR 23,55 Mio. und die Zusage für den Dürreresilienzfonds i.H.v. EUR 8 Mio. gedeckt. Die FZ-Altzusage wird für die Verbesserung der Trinkwasser- und Sanitärversorgung genutzt, während die Zusage des Dürreresilienzfonds für die Maßnahmen des Nachhaltigen Landmanagements eingesetzt wird. Die im Folgenden definierten Ziele und Indikatoren sind diesen Zusagen analog der thematischen Aufteilung zugeordnet. Zudem schlagen wir Ihnen eine Vorratsprüfung i.H.v. EUR 20 Mio. vor. Diese dient der Ausweitung der Maßnahmen zur weiteren Erhöhung der Zugangsraten für eine verbesserte WSV in Hargeisa.
Seite teilen
Um die aktuellen Seiteninhalte mit Ihrem Netzwerk zu teilen, klicken Sie auf den untenstehenden Button und wählen anschließend die gewünschte Option im Dialog aus.
Hinweis zum Datenschutz: Durch das Klicken auf den Button wird die Teilen-Funktion Ihres Browsers genutzt. Wenn Sie beim Teilen einen externen Anbieter auswählen, können persönliche Daten vom Anbieter verarbeitet werden. Lesen Sie dafür unsere Datenschutzgrundsätze.
Ihr Browser unterstützt das Teilen mit externen Diensten nicht.
Alternativ können Sie auch den Kurz-Link kopieren: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/s/dezIUq
Link kopieren Link kopiert