Regionales Referenzlabor und Labor-Netzwerk in der EAC zur Bekämpfung von übertragbaren Erkrankungen
Zur Entfaltung des Entwicklungspotentials der Ostafrikanischen Gemeinschaft (East African Community, EAC) sind der Schutz und die Verbesserung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung von großer Bedeutung. Die EAC unterstützt ihre Mitgliedsländer in der öffentlichen Gesundheitsversorgung, insbesondere bei grenzüberschreitenden Herausforderungen wie Ausbrüchen übertragbarer Erkrankungen, die zu Epidemien und Pandemien führen können.
Das Vorhaben zielt darauf ab, in den EAC-Partnerländern Kapazitäten aufzubauen, um epidemiegefährdende Erkrankungen, darunter Ebola und MPox, effizient diagnostizieren und Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Dazu wird ein Netzwerk nationaler Referenzlabore mit mobilen Laboreinheiten etabliert, die moderne Technologien und Sicherheitsstandards für effektive Diagnostik nutzen. Die Beschaffung der Labore wird durch Trainingsprogramme zum nachhaltigen Einsatz dieser sowie zur fachlichen Aus- und Weiterbildung von Laborpersonal ergänzt. Als Durchführungspartner hat das Bernhard-Nocht Institut für Tropenmedizin (BNITM) eine zentrale Bedeutung, indem es das notwendige Training anbieten und die EAC bei der Gesamtkoordination des Vorhabens und der Etablierung nötiger Qualitätssicherungsprozesse unterstützt.
Das FZ-Vorhaben zeigt bedeutende Synergien mit dem TZ-Vorhaben "PanPrep". Letzteres unterstützt das EAC-Sekretariat bei der Implementierung des "One Health Ansatzes" sowie der Entwicklung einer effektiven Kommunikationsstrategie zur Pandemie-Vorsorge.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 19,3 Mio. EUR. Die FZ-Zuschussmittel betragen 10 Mio. EUR aus der Erstzusage, 2 Mio. EUR aus der ersten, 0,5 Mio. EUR aus der zweiten und 5 Mio. EUR aus der dritten Aufstockung. Von den EAC-Mitgliedsstaaten wird ein Eigenbeitrag von 1,3 Mio. EUR erwartet und das BNITM beteiligt sich mit 0,5 Mio. EUR Ko-Finanzierung.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt zielt auf die Finanzierung der Erweiterung und Spezialisierung bestehender Laboreinrichtungen ab, einschließlich des Kaufs von Diagnose- und Laborausrüstung sowie möglicher Aufrüstungen der Telekommunikationsinfrastruktur. Darüber hinaus werden im Rahmen des Projekts Schulungs- und Vernetzungsmaßnahmen umgesetzt, um die Fähigkeiten des Laborpersonals zu verbessern. Es wird nicht erwartet, dass das Projekt erhebliche negative Auswirkungen hat, da weder Baumaßnahmen noch der Erwerb von Land vorgesehen sind und keine nachteiligen Effekte auf die Umwelt oder die lokale Bevölkerung erwartet werden. Allerdings ist es aufgrund des Umgangs mit infektiösem Material im Rahmen von Schulungen und Laborbetrieben wichtig, die ordnungsgemäße Entsorgung von Laborabfällen sicherzustellen. Zudem muss der Transport infektiösen Materials zu und zwischen Laboren auf sichere Weise erfolgen. Der Projektträger (PEA) ist für die Umsetzung der entsprechenden Schutzmaßnahmen verantwortlich. Aus diesen Gründen wurde das Projekt als moderat risikobehaftet (Kategorie "B") eingestuft. Im Rahmen des Projekts werden die relevanten Stakeholder konsultiert, um sicherzustellen, dass ihre Rückmeldungen berücksichtigt werden. Außerdem wird durch die Projektträgerinstitution (PEA) ein Beschwerdemechanismus eingerichtet, um sicherzustellen, dass etwaige Anliegen oder Beschwerden angemessen bearbeitet werden.
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