Regionales Programm für Energieeffizienz im Übertragungsbereich II (IKLU)
Im Rahmen dieses Programms, das Teil des Transbalkan-Stromkorridors ist, soll der Bau der Hochspannungs-Freileitungen auf 400 kV Ebene von Obrenovac nach Bajina Basta ("Sektion III") sowie von Bajina Basta nach Visegrad (Bosnien und Herzegowina) und nach Pljevlja (Montenegro) ("Sektion IV") durch den serbischen Übertragungsnetzbetreiber EMS finanziert werden.
Das Programm soll zur Steigerung der Zuverlässigkeit und Effizienz des Übertragungsnetzes in Serbien, zur verbesserten Integration volatiler regenerativer Energien und zum verbesserten regionalen Stromaustausch beitragen.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wird im Rahmen der Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung (USVP) in die Kategorie B+ (erhebliches Risiko) eingestuft. Obwohl die neue 400 kV Übertragungsleitung überwiegend denselben Infrastrukturkorridor wie die bestehende 220 kV Übertragungsleitung nutzen wird und dadurch die meisten der bestehenden Zufahrtsstraßen für Bau- und Wartungszwecke weitergenutzt werden können, verlaufen 26 km der 84 km langen Trasse (davon 14 km neu gebaut) durch drei Vogelschutzgebiete. Damit verbunden sind potentielle Risiken und Auswirkungen auf die Biodiversität, spezifisch auf Vögel, während des Projektbaus und -betriebs. Weitere Risiken umfassen geringe ökonomische Auswirkungen durch die begrenzte Enteignung von landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Flächen (Bau von Strommasten), sowie Nutzungseinschränkungen innerhalb des Korridors. Keine physische Umsiedlung ist vorgesehen. Die Leitung verläuft generell durch dünn besiedelte Regionen. Für die umliegende Bevölkerung beziehen sich die Risiken auf kurzfristige und örtlich begrenzte Auswirkungen durch z.B. Lärm, Staub und, Abgasemissionen von Fahrzeugen oder Maschinen sowie Beeinträchtigungen durch die Zunahme des Verkehrsaufkommens. Arbeitssicherheitsrisiken sind mit Arbeiten in Höhe und an Hochspannungsanlagen verbunden. Für das Projekt wurde eine umfassende Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie (ESIA) nach relevanten nationalen und internationalen Standards (Weltbank "Environmental and Social Standards") sowie ein Umwelt- und Sozial-Managementplan (ESMP) erstellt, der u.a. Mitigationsmaßnahmen zum Schutz von Biodiversität, Minimierung der Risiken für die Bevölkerung sowie der Arbeitssicherheitsrisiken vorsieht. Zudem wurden die Grundsätze und Verfahren definiert, die die Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Landerwerb oder Einschränkungen der Landnutzung minimieren und mildern. Basierend auf diesen Untersuchungen und Plänen werden mit dem Projektträger EMS Vereinbarungen getroffen, deren Umsetzung durch einen Durchführungsconsultant überwacht werden. Die Stakeholderbeteiligung startete im Jahr 2013 und wird projektbegleitend weiter durchgeführt. EMS wird einen Beschwerdemechanismus gemäß internationalen Standards einrichten.
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