Regionaler Challenge Fund (RCF) - Bosnien und Herzegowina-Fenster
Der Regional Challenge Fund (RCF) stärkt die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen und verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in der WB6-Region (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nord Mazedonien und Serbien) auf ihrem Weg in den EU-Binnenmarkt. Es ist ein einzigartiges Instrument für die bedarfsorientierte Finanzierung von Programmen der kooperativen Berufsbildung mit einem hohen Anteil an praktischer Ausbildung in Unternehmen. Konsortien, die aus öffentlichen und/oder privaten Berufsschulen und mindestens zwei Unternehmen bestehen, können in einem Wettbewerb eine RCF-Finanzierung beantragen, um moderne Trainingsprogramme in den beteiligten Berufsbildungseinrichtungen zu finanzieren. Das Vorhaben steht allen Branchen offen und fördert die Gleichstellung der Geschlechter, grüne Kompetenzen und regionale Integration. Finanziert wird in erster Linie relevante Ausstattung und Beratungsleistungen. Darüber hinaus werden regionaler Austausch, politischer Dialog und Lernformate organisiert, um die Sichtbarkeit und das Know-how arbeitsplatzbasierter Ausbildung in der WB6-Region zu erhöhen.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Bei dem Gesamtprojekt handelt es sich um die Modernisierung von ca. 160 Berufsschulen, die über alle 6 Westbalkan-Länder verteilt sind. Finanziert werden in erster Linie relevante Ausstattung und Beratungsleistungen, doch es werden auch bestehende Gebäude modernisiert, renoviert und teilweise erweitert. Als Umwelt- und Sozialrisiken wurden im Wesentlichen baustellenbedingte Risiken identifiziert wie z.B. Arbeitssicherheitsrisiken für die Bauarbeiter, Umgang mit Gefahrstoffe wie z.B. Asbest, Absicherung der Baustelle vor unbefugtem Betreten, ggf. Risiken durch erhöhten Anlieferungs- bzw. Baustellenverkehr. Das Gesamtprojekt wurde entsprechend der KfW Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt und Sozialkategorie B (moderates Risiko) eingestuft. Das Projekt wird durch einen Consultant begleitet, der die Umwelt- und Sozialrisiken mittels eines Environmental and Social Management Plans (ESMF) identifiziert hat. Die einzelnen Subprojekte werden hierbei jeweils einzeln kategorisiert ("B" moderates Risiko für mittlere Baumaßnahmen und "C" geringes Risiko für kleinere Renovierungsarbeiten, sowie für Maßnahmen mit ausschließlichen Ausstattungs- und Beratungsleistungen). Mögliche Risiken werden bei B-Projekten durch einen standortspezifischen Environmental and Social Management Plan (ESMP) und bei "C"-Projekten durch einen Environmental and Social Code of Conduct (ESCOP) auf ein verträgliches Maß reduziert. Grundsätzlich wurde im Projekt ein Beschwerdemechanismus sowie ein Stakeholder Engagement Plan eingeführt (Teil des ESMF), der durch den Durchführungskonsultant überwacht und and die KfW berichtet wird.
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