Regional Infrastructure Fund KP II

Basierend auf den Aktivitäten der Begleitmaßnahmen (BMZ 2017 70 106), die im Distrikt Mansehra der Provinz Khyber Pakhtunkhwa umgesetzt wird, sollen erfolgversprechende Ansätze skaliert und in Tehsil-Städten anderer Distrikte der Provinz realisiert werden. Eine zunehmende, jedoch unkontrollierte Verstädterung, erfordert die Rehabilitierung, den Ausbau und die Modernisierung kommunaler Infrastruktur, insbesondere in den Bereichen Wasserversorgung, Abwassermanagement und Abfallmanagement. Maßnahmen dieser drei Sektoren sollen stets als integriertes Maßnahmenpaket in ausgewählten Bereichen der Tehsil-Städten umgesetzt werden. Distrikte und Städte werden nach vereinbarten Kriterien ausgewählt. Das Vorhaben soll mit Teilhabe der Bevölkerung Maßnahmen identifizieren und mit Zustimmung der Provinzbehörden über die Distriktbehörden realisieren. Das Vorhaben trägt damit zur Beteiligung der Bevölkerung und zum Kapazitätsaufbau bei den zuständigen Behörden sowie zum besseren Management natürlicher Ressourcen in Städten bei.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben basiert auf einem offenen und partizipativen Ansatz zur Unterstützung der Regierung von Khyber Pakhtunkhwa (KP) in der Einführung eines integrierten, multisektoralen, resilienten und nachhaltigen Wasser- und Abfallmanagements in ausgewählten Tehsil-Städten in den Distrikten Bannu und D.I. Khan. Angesichts der offenen Gestaltung des Vorhabens (Themenvorhaben) und der Tatsache, dass Projektaktivitäten und -standorte zu Beginn des Vorhabens noch nicht identifiziert werden konnten und weiterhin einer iterativen Entwicklung unterliegen, wurde das Vorhaben daher als "B" mit moderatem Umwelt- und Sozialrisiko (E&S - environmental and social risk) kategorisiert. Dazu zählen für dieses Vorhaben insbesondere Risiken zur Arbeitssicherheit und allgemeinen Sicherheit der Gemeinden (occupational and community health and safety risks). Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Maßnahmen wird von vorübergehenden Risiken ausgegangen, die durch geeignete Schutzinstrumente und Minderungsmaßnahmen mitigiert werden können. Im Rahmen der Projektprüfung wurde eine Reihe von Herausforderungen identifiziert, zu denen eine schlechte Strategieumsetzung der Lokalregierungen, institutionelle Kapazitätslücken zur angemessenen Umsetzung von E&S Schutzmaßnahmen, ein allgemein niedriges Umwelt-, Sozial-, Gesundheits- und Sicherheitsbewusstsein (ESHS - Environmental, Social, Health and Safety) der Arbeitenden und Bevölkerung in den Gemeinden sowie eine schlechte Durchsetzung der ESHS-Gesetze und Regulationen durch die Lokalregierungen zählen. Den Ergebnissen der Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung zufolge zählen ein Environmental & Social Management Framework (ESMF), ein Stakeholder Engagement Plan (SEP), ein Environmental & Social Management Plans (ESMPs) sowie ein Environmental & Social Code of Practices (ESCOPs) zu den notwendigen Schutzinstrumenten für dieses Vorhaben. Die Implementierung der definierten E&S Schutzinstrumenten sowie der Kapazitätsaufbau für den Projektträger müssen von einem qualifizierten Durchführungsconsultant unterstützt werden.

Land / Region / Institution Pakistan
Nummer 42975
Schwerpunkt Demokratie
Sektor 15110 - Politik und Verwaltung im öffentlichen Sekt
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 23 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner PROVINCE KHYBER PAKHTUNKHWA
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

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