Programm zur Verbesserung der nachhaltigen Stromversorgung in der DR Kongo - Phase I (Schaltanlage Goma)
Die Region der Großen Seen wird in ihrer sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung u.a. von einem gravierenden Mangel an verlässlicher und kostengünstiger Elektrizitätsversorgung behindert. Die Länder streben daher den Aufbau eines regionalen Verbundnetzes an. Dies wird ermöglichen, die bedeutenden Wasserkraftpotentiale der Grenzflüsse gemeinsam zu nutzen und die Energieversorgung zu stabilisieren. Das Vorhaben sieht den Bau einer 220-kV-Übertragungsleitung von Karongi (Ruanda) über Rubavu (Ruanda) nach Goma (Demokratische Republik Kongo) und Kigali (Ruanda) vor, sowie den Bau der netzzugehörigen Umspannstationen. Es wird im Rahmen des NELSAP-Programms (Nile Equatorial Lakes Subsidiary Program) durchgeführt, das den Bau mehrerer Hochspannungsleitungen und Wasserkraftwerke entlang des Ruzizi-Flusses an der Grenze der drei Länder umfasst.
Das Projekt verbessert die Stromversorgung von Kigali und Goma (Projektziel). Es trägt zur Schaffung eines regionalen Strommarktes sowie einer zuverlässigen und kostengünstigen Energieversorgung für die gesamte Region bei (Programmziel), um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Ruanda, Burundi und der Demokratischen Republik Kongo zu stärken (übergeordnetes Entwicklungsziel). Die hiervon profitierende Zielgruppe sind die Stromkonsumenten in Ruanda und dem Ostkongo.
Das Vorhaben wird gemeinsam durch Zuschüsse aus Deutschland, den Niederlanden und einen Finanzbeitrag der Afrikanischen Entwicklungsbank sowie durch Eigenbeiträge der beteiligten Staaten finanziert.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt beinhaltet einen Ko-Finanzierungsbeitrag zur Fertigstellung der Schaltanlage Goma. Der FZ-Beitrag soll für die zweite Bauphase eingesetzt werden, die zeitnah beginnen soll. Bereits vor der ersten Bauphase war mit Begleitung durch die KfW eine umfassende Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie (Etude d'Impact Environnemental and Social - EIES) erarbeitet worden. Das Nutzungsrecht für das notwendige Gelände war bereits damals an die SNEL übertragen worden, der Bauplatz wurde hergerichtet und Materialien wurden geliefert. In der zweiten Bauphase werden technische Installationen auf dem bereits vorhandenen Bauplatz realisiert. Die damit einhergehenden potenziellen Umwelt- und sozialen Risiken werden als moderat eingestuft und liegen im Bereich der Arbeitssicherheit sowie Gesundheit und Sicherheit der Anwohner. Sie sind vorhersehbar, temporär und umkehrbar, sowie auf den Standort begrenzt und sind mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik vermeidbar oder minderbar. Das Projekt wird gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet. Zur Minderung der Auswirkungen wird ein projektspezifischer Umwelt- und Sozialmanagementplan erstellt, der auch die Einführung eines Beschwerdemechanismus für Arbeiterinnen und Arbeiter sowie für durch das Projekt betroffene Menschen beinhaltet.
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