Programm zur Integration erneuerbarer Energien I

Im Rahmen des Vorhabens sollen Investitionen in den Ausbau und die Verstärkung der Stromnetzinfrastruktur finanziert werden, um die Integration zusätzlicher erneuerbarer Energien in das marokkanische Stromnetz zu ermöglichen. Konkrete Investitionsmaßnahmen umfassen den Bau bzw. die Rehabilitierung oder Erweiterung von Umspannstationen und Übertragungsleitungen. Durch die geplanten Maßnahmen können zudem Stromübertragungsverluste reduziert, eine zuverlässige Energieversorgung sowie die Stabilisierung des Stromnetzes gefördert und ein Beitrag sowie zum Klimaschutz über die Minderung von CO2-Emissionen geleistet werden. Das Vorhaben trägt damit zur optimalen Integration des geplanten signifikanten Anstiegs an erneuerbarer Stromproduktion ins marokkanische Verbundnetz und zur Umsetzung der Energiewende in Marokko.
Es handelt sich um eine Kofinanzierung mit der EIB im Rahmen der Mutual Reliance Initiative (MRI).

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Entsprechend der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie wurde das in diesem Modulvorschlag beschriebene Vorhaben bzgl. der potenziellen Umwelt- und Sozialauswirkungen und -risiken in die Kategorie A (hohes Risiko) eingestuft, da die identifizierten Risiken und möglichen Auswirkungen aufgrund der Länge (lineare Infrastruktur der Stromtrassen) derzeit aufgrund der fehlenden Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudien (ESIA) noch nicht definiert werden können. Für das Vorhaben wird prinzipiell ein hoher Flächenbedarf erwartet, da es sich um den Bau neuer Netzinfrastrukturen handelt. Im Rahmen des Programms sollen Sub-Projekte (Komponenten) finanziert werden, bei denen der Bau von längeren Stromleitungen (z.T. über 100 km lang) sowie Umspannwerken vorgesehen ist. Ob schützenswerte Habitate beeinträchtigt werden, ist derzeit noch nicht geklärt. Umsiedlungen (sowohl wirtschaftliche als auch im geringeren Maß physische) sind voraussichtlich nicht komplett vermeidbar. Für das Vorhaben wird im Rahmen der Implementierung eine detaillierte ESIA für alle Komponenten erstellt, bei denen u.a. Risiken und mögliche Auswirkungen auf Biodiversität, und hier insbesondere Avifauna und Fledermäuse untersucht und bewertet werden. Aus den Ergebnissen jeder ESIA leiten sich im Umwelt- und Sozialmanagementplan (ESMP) Maßnahmen ab, mit denen die Auswirkungen und Risiken vermieden oder auf ein verträgliches Maß reduziert werden können. Für das Vorhaben soll zudem für jede Komponente ein Stakeholder Engagement Plan (SEP), einschließlich eines Beschwerdemechanismus (GRM), entwickelt und umgesetzt werden. Die ESIA werden durch erfahrene internationale und nationale Consultants entwickelt, die eine nachweisliche Erfahrung mit den internationalen Standards (WB ESS oder IFC PS) haben, sowie auch im Detail die Anforderungen der Internationalen Geber kennen.

Land / Region / Institution Marokko
Nummer 45295
Schwerpunkt Energie
Sektor 23630 - Stromübertragung, -verteilung u. Speicher
USV-Kategorie A
Finanzierungsinstrument Entwicklungskredit
Weitere Geber European Investment Bank (EIB)
Deutscher Finanzierungsbeitrag 130 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner OFFICE NATIONAL DE L'ELECTRICI TÉ ET DE L'EAU POTABLE (ONEE)
Zuständige Abteilung Nordafrika und Sahel

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