Programm zur Förderung von Anrainern von Naturschutzgebieten (PFAN)
Das geplante Vorhaben zur Förderung der Anrainer von Naturschutzgebieten (PFAN) ("Programme pour la promotion des riverains des Aires Protégées" (PRORAP)) mit der BMZ-Nr. 2021 67 344 in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) hat das Ziel, eine nachhaltige Entwicklung der Anrainerzonen von bis zu drei Schutzgebieten zu fördern. Diese Initiative soll ein wesentlicher Bestandteil eines integrierten Ansatzes zur Ressourcen-Erhaltung in der DRK sein, bei dem die lokale Bevölkerung aktiv im Rahmen sozio-ökonomischer, WASH und landwirtschaftlicher Entwicklung einbezogen wird und von den Maßnahmen nachhaltig profitiert. Ein zentrales Anliegen ist die langfristige Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen. Einkommensschaffende Aktivitäten (AGR) und die Schaffung von funktionierender sozialer (bspw. Schulen, Gesundheitsstationen) bzw. sozioökonomischer Infrastruktur (bspw. ländliche Pisten) sind hierfür prioritär. Auch die Stärkung einer effektiven und langfristigen Kooperation zur Erhaltung des Schutzgebietes zwischen der Parkverwaltung, den Ko-Managern, der lokalen Bevölkerung, den Provinz- und Kommunalverwaltungen sowie weiteren relevanten Akteuren sind von zentraler Bedeutung. Dies fördert nicht nur das Wohl der Anwohner, sondern auch deren Mitwirkung und die Berücksichtigung ihrer Perspektive in den Schutz- und Entwicklungsprozessen der Parks.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben zielt darauf ab, die sozioökonomische Situation der Anwohner der drei Nationalparks der DRK (Lomami, Salonga, Kundelungu) zu verbessern. Die geplanten Maßnahmen umfassen den Aufbau der Basisinfrastruktur, einschließlich Hygiene und Sanitärversorgung, in den Interventionsgebieten der Zielgebiete, die Entwicklung nachhaltiger landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten durch innovative Techniken und Konzepte sowie die Verbesserung des Managements und der partizipativen Organisation der Landnutzung in den Interventionsgebieten. Das Projekt wird aufgrund des Sicherheitskontexts und der Reputationsrisiken im Zusammenhang mit der Erhaltung in der Demokratischen Republik Kongo in die Kategorie B+ (erhebliche Risiken) eingestuft. Zu den spezifischen Risiken der Projektmaßnahmen gehören Risiken im Zusammenhang mit dem Bau kleiner Infrastrukturen (Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Arbeitnehmer und Gemeinschaften, Umweltverschmutzung und Ressourcennutzung) und die gesellschaftliche Akzeptanz der Maßnahmen (Kosten-Nutzen-Verteilung). Fürs Vorhaben wird ein Umwelt- und Sozialmanagement Rahmen (ESMF) umgesetzt, in dem für jede Art von Tätigkeit geeignete Maßnahmen festgelegt werden, um negative Auswirkungen zu vermeiden, zu mildern und auszugleichen, einschließlich Maßnahmen zur Bewältigung des lokalen Sicherheitskontexts. Es wird eine Strategie zur Einbeziehung der Interessenträger umgesetzt, um die Relevanz der geplanten Maßnahmen zu optimieren und ihre gesellschaftliche Akzeptanz zu gewährleisten, die ein Verfahren der vorherigen freien Zustimmung nach Aufklärung für die indigenen Völker sowie ein System zur Bearbeitung von Beschwerden umfassen, das dem Kontext angepasst ist.
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