Programm zur Förderung des Potenzials des Viktoriasees
Ziel des Vorhabens "Förderung des Potenzials des Viktoriasees" ist die Verbesserung der Wasserqualität des Einzugsgebiet des Viktoriasees durch die Reduzierung der Schadstoffbelastung der Abwasserzuflüsse.
Das Modul ist in zwei Komponenten aufgeteilt. Unter Komponente I soll das Wissen zu naturbasierten Lösungen (NbS) bei der Regionalorganisation Lake Victoria Basin Commission (LVBC) und den EAC Mitgliedsstaaten im Einzugsgebiet des Viktoriasees (Burundi, Kenia, Tansania und Uganda) gefördert werden. Dadurch sollen Anreize zur zukünftigen Umsetzung solcher Ansätze zur Verbesserung der Wasserqualität gesetzt werden. Darüber hinaus soll eine Machbarkeitsstudie zu einem NbS Projektansatz in Burundi unterstützt werden. So wird die LVBC durch erweiterte Kompetenzen als langfristige, strategische Institution im Bereich der regionalen Wasserbewirtschaftung weiter gestärkt.
Unter Komponente II wird die Ausweitung der sogenannten High Priority Investments (HPIs) finanziert, welche bereits unter dem FZ-Vorhaben "Integriertes Wasserressourcenmanagement für das Einzugsgebiet des Viktoriasees" identifiziert wurden. Diese Maßnahmen tragen über die Abwasserentsorgung zur Umsetzung der Gewässerziele bei und haben unmittelbare Auswirkungen auf die Gewässergüte. Die Investitionen umfassen Infrastrukturinvestitionen zu Abwasserentsorgung und Sanitärversorgung in Kisumu (Kenia), Mwanza (Tansania) und Kampala (Uganda).
Zielgruppe des Moduls ist mittelbar die gesamte Bevölkerung im Einzugsgebiet des Viktoriasees (rd. 44 Mio. Menschen) in den Ländern Kenia, Uganda, Tansania, Burundi und Ruanda. Die unmittelbare Zielgruppe sind die Nutzer/innen und Begünstigten der geplanten Investitionsmaßnahmen unter Komponente II.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben beinhaltet Maßnahmen zur Rehabilitierung von Feuchtgebieten und der Stabilisierung eines Wassereinzugsgebietes an mehreren größeren Standorten im ländlichen Raum. Es hat Auswirkungen auf schützenswerte Habitate und geht einher mit verschiedenen mittleren Gefährdungen für Anwohner z.B. in Folge kleinerer Bau- und Erosionsschutzmaßnahmen. Durch die Umsetzung der Maßnahmen kann es zur Nutzung von Gemeinschaftsland sowie zu einer geringen Anzahl von physischen und wirtschaftlichen Umsiedlungen kommen. Das Vorhaben wird daher der Kategorie B+ zugeordnet. Die Auswirkungen sind temporär und zumindest teilweise durch Standardlösungen wie z.B. der Umsetzung eines ESMF und RAP beherrschbar. Hierbei soll auch auf Erfahrungen aus vergleichbaren Vorhaben zurückgegriffen werden. Ein Beschwerdemechanismus, für dessen Umsetzung der Projektträger verantwortlich ist, ermöglich eine zeitnahe Reaktion auf potentielle Abweichungen von ESHS-Vorgaben. Der Träger wird durch einen Implemtnierungsconsultant bei der Umsetzung der ESHS-Vorgaben und Maßnahmen unterstützt.
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