Programm Nachhaltige Landbewirtschaftung
Trotz beeindruckenden Wachstums der äthiopischen Landwirtschaft seit mehr als einer Dekade, produziert der überwiegend kleinbäuerlich strukturierte, auf Subsistenz beschränkte Sektor nicht genügend Nahrungsmittel, um die Bevölkerung zu ernähren. Armut, Unter- und Mangelernährung sind verbreitete Folgen. Nahrungsmittelhilfe für Millionen ländlicher Haushalte ist nach wie vor Routine. Hinzu kommt, dass unangepasste Landbewirtschaftungsmethoden, steigender Nutzungsdruck und Klimawandel besonders im dicht besiedelten Hochland und selbst in den als Potentialgebieten ausgewiesenen Regionen zu Entwaldung, Bodenverarmung, Erosion und schließlich zu Bodenverlust führt. Der Rückgang des natürlichen Produktionspotentials gefährdet die Einkommens- und Beschäftigungsgrundlage bäuerlicher Familien und verhindert nachhaltiges Wirtschaftswachstum in weiten Teilen der ländlichen Gebiete. Ziel des Vorhabens ist der Erosionsschutz und die Inwertsetzung landwirtschaftlicher Produktion. Die landwirtschaftlichen Betriebe in den betroffenen Gebieten sollen durch geeignete Maßnahmen vor der fortschreitenden Verschlechterung der Böden und Produktionsbedingungen bewahrt werden und durch die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion und des Einkommens eine nachhaltige wirtschaftliche Basis erhalten. Das Vorhaben bzw. Programm befindet sich in seiner fünften Phase und ergänzt die vorangegangenen Programmphasen SLM I-IV. Wesentliche Maßnahmen zur Zielerreichung sind die Landrehabilitierung und Watershed Management, eine Klimaangepasste Landwirtschaft sowie die Förderung einkommensschaffender Maßnahmen und Wertschöpfungsketten. Träger des Vorhabens ist das äthiopische Landwirtschaftsministerium (Ministry of Agriculture MoA). Zielgruppe des Vorhabens sind kleinbäuerliche, überwiegend arme landwirtschaftliche Produzenten und Produzentinnen im Einzugsgebiet des Chamo-Sees.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben SLM V verfolgt einen auf die jeweiligen geographischen Bedürfnisse angepassten Watershed Management Ansatz, durch den grundsätzlich keine negativen Umwelt- und Sozialwirkungen zu erwarten sind. Dennoch kann es in einzelnen Bereichen vereinzelt zu nicht-intendierten erheblichen Auswirkungen und Risiken kommen, insbesondere im Rahmen der Landnahme für Infrastruktur- und Erosionsschutzbauwerke, im Zusammenhang mit Wasserentnahme zur Bewässerung und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Biodiversität, in Hinblick auf Gesundheits- und Sicherheitsrisiken am Arbeitsplatz, Risiken für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit aufgrund von Bauarbeiten sowie in Bezug auf Risiken für inter- und innergemeinschaftliche Konflikte im Rahmen des Zugangs zu Projektleistungen. Das Vorhaben wurde daher der USVP-Kategorie "B+" zugeordnet. Zur Mitigierung dieser Risiken wird auf der Basis einer umfassenden Stakeholder-Analyse ein Stakeholder-Engagement-Plan (SEP) entwickelt, der auch Vorgaben für einen Beschwerdemechanismus enthält. Darüber hinaus wird ein Environmental and Social Management Framework sowie ein Land Acquisition and Resettlement Policy Framework (LARPF) erstellt. Träger des Vorhabens und damit verantwortlich für die Umsetzung der Maßnahmen ist das Äthiopisches Landwirtschaftsministerium (Ministry of Agriculture).
Seite teilen
Um die aktuellen Seiteninhalte mit Ihrem Netzwerk zu teilen, klicken Sie auf den untenstehenden Button und wählen anschließend die gewünschte Option im Dialog aus.
Hinweis zum Datenschutz: Durch das Klicken auf den Button wird die Teilen-Funktion Ihres Browsers genutzt. Wenn Sie beim Teilen einen externen Anbieter auswählen, können persönliche Daten vom Anbieter verarbeitet werden. Lesen Sie dafür unsere Datenschutzgrundsätze.
Ihr Browser unterstützt das Teilen mit externen Diensten nicht.
Alternativ können Sie auch den Kurz-Link kopieren: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/s/dezKg8
Link kopieren Link kopiert