Programm nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Fisch

Ziel der Investitionsmaßnahme ist es, die beiden Schlüsselinstitutionen im Fischereimanagement, die Küstenwache (Garde Côtes Mauritanienne, GCM) und das meereskundliche Forschungsinstitut (Institut Mauritanien de Recherches Océanographiques et de Pêches, IMROP) an dem gemeinsamen Standort Tours Bleues in Nouadhibou dauerhaft anzusiedeln ("Complexe Opérationnel et Scientifique des Tours Bleues" - kurz: COS) und dort mit der Infrastruktur auszustatten, die sie für die Wahrnehmung ihrer wissenschaftlichen und hoheitlichen Aufgaben benötigen. Das meereskundliche Institut liefert mit seinen Schätzungen der Fischbestände und der Ableitung nachhaltig maximaler Fangmengen die Grundlage für die Erstellung der Bewirtschaftungspläne durch das Fischereiministerium MPIMP und das Monitoring der Bestände. Die Küstenwache wiederum registriert die Fänge nach Fischart und -menge und überwacht die Einhaltung der Li-zenzvereinbarungen. Darüber hinaus bekämpft sie die illegalen, unregulierten und ungemeldeten (IUU) Fischereiaktivitäten.
Aktivitäten:
- Komponente 1: Bau des "Complexe Opérationnel et Scientifique des Tours Bleues (COS)" im Süden der Stadt Nouadhibou. Der Komplex wird auf einer Fläche von ca. 20 ha vor allem die Verwaltungsgebäude der beiden Institutionen, die Labore des IMROP und ein Konferenzzentrum umfassen.
- Komponente 2: Wissenschaftlicher Teil und Stärkung der Forschung

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben wurde in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie B+ eingestuft. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich der Projektstandort entlang der Küstenlinie befindet und das angrenzende Meeresgebiet als marines Schlüsselgebiet für die biologische Vielfalt (KBA) eingestuft ist (Cap Blanc). Das KBA-Kriterium der biologischen Vielfalt ist auf das Vorkommen von Vögeln zurückzuführen. Neben der Artenvielfalt der Vögel beherbergt das Cap Blanc die weltweit größte Population von Mönchsrobben. Darüber hinaus wurden vier Arten von Meeresschildkröten nachgewiesen. Der Standort, bzw. das Projektumfeld, wird auf seine biologische Vielfalt hin untersucht. Zudem muss ein besonderes Augenmerk auch auf die Arbeitsbedingungen auf der Baustelle gerichtet werden und auf die potenzielle Zuwanderung nicht lokaler Arbeitskräfte. Darüber hinaus ergeben sich weitere, allgemeine Risiken insbesondere für Arbeitsschutz und Sicherheit. Hinzu kommen Umweltrisiken aufgrund von Leckagen bei Baugeräten, baustellenbedingter Lärm, Verunreinigungen durch unkontrollierte Versickerung von Schadstoffen sowie die nicht-umweltgerechte Entsorgung von Baustellenabfall, die allesamt zu ökologischen Schäden führen können. Um die Vermeidung und Bewältigung der beschriebenen Risiken für Arbeiter, Anwohner und Ökosystem zu gewährleisten, ist sowohl die nationale Umwelt- und Sozialgesetzgebung einzuhalten als auch den Nachhaltigkeitsanforderungen der KfW Entwicklungsbank. Dies erfordert die Durchführung einer entsprechend ausgerichteten Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung (USVP) für die Baumaßnahme. In einem Umwelt- und Sozialmanagementplan werden Vermeidungs- Minderungs- und Ersatzmaßnahmen vereinbart, welche der Träger bei der Projektimplementierung umsetzt. Während der Bauphase werden u.a. Maßnahmen im Bereich Arbeitssicherheit und öffentliche Sicherheit, Vorkehrungen zum Boden- und Grundwasserschutz umgesetzt, um Risiken und potenzielle Auswirkungen der Bauarbeiten angemessen zu adressieren. Die Einhaltung der vereinbarten Maßnahmen wird von der KfW über den Durchführungsconsultant (Berichterstattung und Fortschrittskontrollen) überwacht. Das Projekt wird über einen für die Gemeinden im Projektgebiet sowie für die im Bau Beschäftigten zugänglichen Beschwerdemechanismus verfügen.

Land / Region / Institution Mauretanien
Nummer 36029
Schwerpunkt Umwelt und Klima
Sektor 31310 - Fischereipolitik und -verwaltung
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 18,5 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner MINISTÈRE DE LA PÊCHE, DES INFRASTRUCTURES MARITIMES ET P
Zuständige Abteilung Nordafrika und Sahel

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Transparenz

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