Programm ländliche Entwicklung und produktive Landwirtschaft, Phase III (PISA III)
Kernproblem:
Die landwirtschaftliche Produktivität auf der ackerbaulich nutzbaren Fläche im Niger ist vielerorts unzureichend, da ein Großteil der stark schwankenden Niederschlagsmengen mangels Infrastruktur zur Wasserrückhaltung ungenutzt abfließt und außerdem die Infrastruktur zur Bewässerung mit Grundwasser insgesamt zu wenig ausgebaut ist.
Modulziel:
Erhöhung der Produktion und Einkommen von Kleinlandwirten und Viehhaltern sowie Verbesserung der Voraussetzungen für die nachhaltige und klimaintelligente Nutzung der natürlichen Ressourcen.
Wesentliche Outputs:
Maßnahmen zu besserem Wassermanagement und Bodenerosionsschutz, Verbesserung der Betriebsmittel-, Lagerhaltungs- und Vermarktungsinfrastruktur, Ausbau der Viehwirtschaftsinfrastruktur, sowie begleitende Beratung für die Landwirte und Kommunen.
Zielgruppe:
Die Zielgruppe ist die mehrheitlich arme, in der Landwirtschaft tätige Bevölkerung der drei Programmregionen.
Region:
Programmregionen sind Tillabéri, Tahoua und Agadez.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Dieses Vorhaben zielt darauf ab, die Produktion und das Einkommen von Kleinbauern sowie Viehhaltern zu erhöhen, durch Kleinbewässerung und Stärkung der landwirtschaftlichen und tierhaltungsbezogenen Wertschöpfungsketten, sowie die Verbesserung der nachhaltigen und klimaangepassten Nutzung natürlicher Ressourcen. Das Vorhaben wurde als USV-Kategorie B+ eingestuft und birgt potenzielle Umwelt- und Sozialrisiken. Beim Bau der kleinen Dämme ist darauf zu achten, dass die Lebensgrundlagen und Aktivitäten der derzeitigen Landnutzenden nicht negativ beeinträchtigt werden. Die Wassernutzung muss optimiert werden, um die Verfügbarkeit für andere Nutzer sowie für ökologische Funktionen sicherzustellen. Darüber hinaus stellt der Einsatz von Betriebsmitteln (Düngemittel, Pflanzenschutzmittel usw.) ein Risiko für lokale Umwelt- und Gesundheitsprobleme dar, wenn sie inadäquat angewendet werden. Weitere Risiken wie wasserbedingte Krankheiten, Dammsicherheit sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz müssen berücksichtigt werden. Diesen Risiken soll durch den Einsatz eines qualifizierten Consultants, der die umfassende Umsetzung eines Umwelt- und Sozialmanagementsystems sicherstellt, entgegengewirkt werden.
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