Programm Klimaangepasste Stadtentwicklung in Bangladesch, Phase III

Das FZ-Modul zielt darauf ab, die Lebensbedingungen der von Klimawandel und Überschwemmungen betroffenen Bevölkerung in kleinen und mittelgroßen Städten Bangladeschs zu verbessern. Zu diesem Zweck werden Investitionen in klimaangepasste städtische Infrastrukturprojekte über den Projektträger Local Government Engineering Department (LGED) in zunächst drei Städten umgesetzt. Die Einzelinvestitionen werden u.a. nach Klimavulnerablitätskriterien ausgewählt, wobei besondere Bedarfe insbesondere der armen städtischen Bevölkerung berücksichtigt werden. Ein besonderer Fokus der in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stadtverwaltungen durchgeführten Einzelprojekte liegt auf Flutschutzmaßnahmen. Dies umfasst u.a. Entwässerungskanäle, Deichstrassen und sog. blau-grüne Infastruktur, die über ein strategisch geplantes Netzwerk natürlicher und naturnaher Flächen wie Teiche, Parkflächen und Wasserläufen nicht nur der Resilienz gegenüber Überflutungsereignissen dienen, sondern auch zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum in den Projektstädten beitragen. Somit trägt das Vorhaben zur Stärkung der städtischen Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels bei.

Der geschätzte Finanzierungsbedarf beträgt für drei Städte rd. 47,7 Mio. EUR. Der FZ-Finanzierungsbeitrag beläuft sich dabei auf 31 Mio. EUR. Ein weiterer Zuschuss in Höhe von 2,5 Mio. EUR dient der Kapazitätsstärkung der beteiligten Projektstädte sowie des Projektträgers in verschiedenen Aspekten der Planung, Umsetzung und des nachhaltigen Betriebs von Einzelinvestitionen in spezifisch an einer Stärkung der Klimaresilienz orientierten Infrastrukturen (vgl. 2018.7020.3).

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Urban Climate Resilient Infrastructure Project (UCRIP) betrifft finanziert klimaangepasste städtischen Infrastruktur in mehreren Gemeinden (Pourashavas) in Bangladesch mit dem Ziel, die Lebensbedingungen der vom Klimawandel und Überschwemmungen betroffenen städtischen Bevölkerung zu verbessern. Zu den möglichen Investitionsmaßnahmen (Teilprojekten), die für eine Finanzierung im Rahmen des Projekts in Frage kommen, gehören u.a. Entwässerung, Grünflächenentwicklung, Straßenerhöhungen, Kanalisationsnetz usw. Im Einklang mit dem offenen Programmcharakter des UCRIP wurden die konkreten Teilprojekte noch nicht ausgewählt. Unter Berücksichtigung des offenen Programmcharakters des Projekts werden ein Rahmenwerk für das Umwelt- und Sozialmanagement (ESMF) und ein Rahmenwerk für die Umsiedlungspolitik (RPF) ausgearbeitet, um die Grundsätze und Verfahren zur Ermittlung und Bewältigung potenzieller E&S-Risiken zu umreißen und die Ausarbeitung von Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen, Umwelt- und Sozialmanagementplänen (ESMP) sowie ggf. Umsiedlungsaktionsplänen zu leiten. Der ESMF wird einen Rahmen für die Einbindung von Interessengruppen (Stakeholder Engagement Framework - SEF) enthalten, der die Erstellung individueller Pläne zur Einbindung von Interessengruppen (Stakeholder Engagement Plans - SEP) anleitet. Darüber hinaus wird ein Beschwerdemechanismus (Grievance Redressal Mechanism - GRM) entwickelt, der es der betroffenen Öffentlichkeit und allen Stakeholdern ermöglicht, ihre Beschwerden, Bedenken und Fragen vorzubringen und zu klären. Der Prozess der Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung (Environmental and Social Due Diligence - ESDD) und die daraus resultierenden Maßnahmen zur Verringerung der Umwelt- und Sozialauswirkungen stehen im Einklang mit den bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen der Regierung von Bangladesch und den für das Projekt geltenden Umwelt- und Sozialstandards (Environmental and Social Standards - ESS) der Weltbank: ESS 1-5 und ESS 10. Darüber hinaus gelten die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie die allgemeinen EHS-Richtlinien und die sektorspezifischen EHS-Richtlinien der Weltbankgruppe. Das Projekt wurde anhand der relevanten E&S-Kriterien geprüft. Die identifizierten E&S-Risiken treten hauptsächlich während der Bauphase auf und sind mit Standardmaßnahmen zur Risikominderung und internationalen bewährten Verfahren beherrschbar. Der Erwerb von Grundstücken wird im Rahmen des Projekts generell vermieden. Die Teilprojekte können jedoch in begrenztem Umfang den Erwerb von privatem Grund und Boden und/oder privatem Vermögen beinhalten, was zu begrenzten Einschränkungen des Zugangs zu Grund und Boden sowie zu einer begrenzten wirtschaftlichen Verlagerung führen kann. Um solche Risiken frühzeitig zu verringern und zu vermeiden, werden bei der Auswahl der Investitionen risikoarme Teilprojekte gegenüber risikoreichen Teilprojekten bevorzugt. Die Auswirkungen des Projekts auf die Nutzung von Ressourcen wie Baumaterialien, Wasser, Energie usw. werden durch die Anwendung geeigneter Abhilfemaßnahmen, die in spezifischen Umwelt- und Sozialmanagementplänen (ESMP) dargelegt sind, so weit wie möglich verringert. Auswirkungen auf natürliche Lebensräume und die biologische Vielfalt, die indigene Bevölkerung und das kulturelle Erbe sind unwahrscheinlich, da das Projekt in dicht besiedelten städtischen Gebieten/Pourashavas durchgeführt wird. Die Ergebnisse des Projekts werden sich positiv auf den Lebensstandard und die Lebensqualität der Bevölkerung auswirken, da die Gefährdung durch Überschwemmungen und den Klimawandel verringert wird. Dieser positive Nutzen wird langfristig wahrscheinlich die negativen Auswirkungen des Projekts ausgleichen. Daher wird das Projekt in die Kategorie 'B' mäßiges Risiko eingestuft.

Land / Region / Institution Bangladesch
Nummer 40236
Schwerpunkt Regionale Konzentration
Sektor 43030 - Stadtentwicklung und -verwaltung
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 33,5 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner LOCAL GOVT. ENGINEERING DEPT. THE PROJECT DIRECTOR
Zuständige Abteilung Südasien

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