Programm Berufliche Bildung / Sinde
Das FZ-Modul "Berufliche Bildung / Sinde" in Myanmar umfasst die Rehabilitierung, die Erweiterung und die Ausstattung mit modernen technischen Geräten und Lehr/Lernmaterial des Industrial Training Center (ITC) in Sinde. Die Durchführung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Industrieministerium und der GIZ. Durch das Vorhaben wird die berufliche Bildung in Myanmar quantitativ und qualitativ verbessert (Ziel der FZ-Maßnahme). Dies trägt zur Ausweitung des Fachkräfteangebots und dadurch zur Verbesserung der Entwicklungsmöglichkeiten des sich öffnenden Landes - insbesondere im ASEAN-Kontext - bei. Durch den höheren Ausbildungsgrad der Absolventen werden zum einen deren Einkommensmöglichkeiten verbessert, gleichzeitig profitieren aber auch die Unternehmen von den qualifizierten Arbeitskräften. Zielgruppe sind landesweit männliche und weibliche Schulabgänger der Sekundarstufe 2 (11. Klasse), sowie Lehr-, Fach- und Managementkräfte am ITC Sinde. Mit den Mitteln der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) soll das unter dem Industrieministerium (MoI) bestehende ITC Sinde durch Erneuerung der Lehrgeräte und Materialien für ausgewählte Ausbildungsberufe gefördert werden. Die GIZ unterstützt den Aufbau von Kooperationsbeziehungen mit der Privatwirtschaft, die Entwicklung arbeitsmarktorientierter Aus- und Weiterbildungsangebote und fördert das Lehr-, Fach- und Führungspersonal in methodisch-didaktischen und fachpraktischen Fragen, sowie im Schul-, Personal- und Finanzmanagement. Dies erfolgt am ITC Sinde im Wesentlichen über den Einsatz von Entwicklungshelfern.
Die Gesamtkosten des FZ-Vorhabens liegen bei EUR 6,5 Mio. Rund EUR 4,0 Mio. des in den Regierungsverhandlungen zugesagten FZ-Beitrags (Gesamtzusage von EUR 6,0 Mio.) decken die Kosten für Ausrüstungsgegenstände, Material und Consultingleistungen. Das Industrieministerium stellt ausreichend Budget für die Kosten der Gebäuderehabilitierung und des Neubaus von Workshops zur Verfügung (geschätzter Budgetbedarf: EUR 2,5 Mio.).
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde entsprechend der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie C eingeordnet, da vom Vorhaben voraussichtlich keine oder nur geringe nachteilige Auswirkungen und Risiken auf Umwelt und soziale Belange ausgehen. Es ist daher kein spezifischer Umwelt- und Sozialmanagementplan erforderlich. Der Partner wurde zur Einführung eines Beschwerdemechanismus verpflichtet und muss die KfW unverzüglich über umwelt- und sozialrelevante besondere Vorkommnisse informieren.
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