Programm Agrarwirtschaft
Kernproblem
Der Agrarsektor, Triebfeder der ivorischen Wirtschaft, ist geprägt von kleinbäuerlichen, subsistenzorientierten Produktionseinheiten. Unzureichender Zugang zu Absatzmärkten sowie fehlendes Investitionskapital hemmen deren Entwicklung. Zusätzlich sind Kreditinstitute bei der Vergabe von Krediten an Kleinbauern zurückhaltend.
Modulziel
Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung der ökomischen Situation geförderter Kleinbauern, Kooperativen und kleinen und mittelständischen Agrarunternehmen bei gleichzeitiger Einhaltung vereinbarter Umwelt- und Sozialstandards.
Wesentliche Outputs
Es wird eine Finanzierungsfazilität eingerichtet, die Kreditlinien für ausgewählte Banken und Mikrofinanzinstitutionen zur Vergabe von Agrarkrediten zur Verfügung stellt, sofern diese gemäß den Bedingungen und Vorgaben der Fazilität den Endkreditnehmern ihrerseits Kredite gewähren. Die Finanzpartner werden dabei strategisch zum Expansionspotenzial ihres Agrarportfolios beraten, um einerseits neuen Zielgruppen Zugang zu Finanzierungen zu ermöglichen, andererseits die Kreditangebote für Wertschöpfungsketten abseits von Kakao und Kautschuk zu verbessern. Gleichzeitig werden relevante Organisationen zur Unterstützung der Akteure in landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten mit technischer Beratung bei der Verbesserung ihres Ausbildungsangebotes unterstützt.
Zielgruppe
Kleinbauern ländlicher Gebiete, die über Landzugang, Landnutzungsrecht und die erforderliche Arbeitskraft verfügen, nicht jedoch über ausreichende finanzielle Mittel, Kenntnisse und Fertigkeiten zur Produktion hochwertiger Produkte und ihrer Vermarktung. Sie umfasst die große Zahl familiär geführter, subsistenzorientierter Betriebe, die aufgrund niedriger Produktivität und fehlender Marktanbindung nicht in der Lage sind, den Schritt heraus aus der Armut zu tun.
Beitrag zur Agenda 2030
- Keine Armut
- Kein Hunger
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Entwicklungszusammenarbeits-Programm "Ländliche Wirtschaftsentwicklung und Biodiversität (Côte d'Ivoire) wurde in die USVP-Kategorie FI/A eingestuft. Das Vorhaben zielt darauf ab, die ökonomische Situation von Kleinbauern und Agrarunternehmen bei gleichzeitiger Einhaltung vereinbarter Umwelt- und Sozialstandards zu verbessern und Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu schaffen, wobei besonders die Belange von Frauen berücksichtigt werden. Höhere Einkommen sollen indirekt zu einer besseren Ernährung und Gesundheit der Bevölkerung sowie zu regelmäßigem Schulbesuch der Kinder beitragen. Die Auswirkungen auf nicht begünstigte Bevölkerungsgruppen werden durch wissenschaftliche Begleitforschung untersucht. Während der Einsatz chemischer Düngemittel und Pflanzenschutzmittel potenzielle Risiken birgt, wird eine moderate Nutzung als unbedenklich erachtet. Die Einhaltung von Arbeitsschutzbestimmungen und Umweltstandards ist verpflichtend, und die nationale Umweltagentur hat Einfluss auf die Refinanzierungsentscheidungen. Das Vorhaben fördert keine Investitionen in ökologisch sensible Gebiete und setzt auf nachhaltige Anbaumethoden zur Verbesserung der Umweltqualität. Zudem sind Umweltverträglichkeitsprüfungen für Projekte mit möglichen Umweltwirkungen gesetzlich vorgeschrieben, um die Einhaltung geltender Rechtsnormen sicherzustellen.
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