Privatsektordynamisierung zur Verbesserung von Basisgesundheitsdiensten - Familienplanung
Die Côte d'Ivoire ist eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Region Westafrika. Die Gesundheitsdaten der Côte d'Ivoire entsprechen jedoch nicht dem ökonomischen Entwicklungsstand: Das Land verzeichnet trotz großer Fortschritte eine sehr hohe Müttersterblichkeit auf (385/100.000 Lebendgeburten, Nachhaltigkeitsziel 3.1: 70/100.000 Lebendgeburten), wozu Komplikationen um die Geburt einen sehr hohen Anteil beitragen (80 %).
Im Gesundheitsentwicklungsplan 2021-2025 hat sich die Regierung verpflichtet, die Ausgaben für Gesundheit von aktuellen 5% des Gesamthaushaltes schrittweise auf 15 % zu steigern. Die Prävalenzrate für moderne Kontrazeptiva soll von aktuell 21 % bis 2025 auf 40,5 % steigen und der ungedeckte Bedarf an Familienplanung im gleichen Zeitraum von 21,5 % auf 13,3 % gesenkt werden.
Ziel des Vorhabens ist es, erzielte Erfolge in der Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit auszubauen. Gleichzeitig sollen über das Vorhaben die Rechte und Autonomie der Frauen einschließlich der selbstbestimmten Familienplanung gestärkt werden. Erreicht werden soll dies durch
1) eine Steigerung der Nachfrage durch Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung,
2) verbesserte Verfügbarkeit von modernen Kontrazeptiva,
3) gesteigerten Zugang zu Familienplanungsdiensten und
4) ein Plädoyer zur besseren Einbindung des Privatsektors in der Familienplanung.
Zur Erreichung dieser Ziele werden Kommunikation zur sozialen und Verhaltensänderung, Social Marketing und Social Franchise eingesetzt und durch Aktivitäten des Plädoyers unterstützt. Dadurch sollen jährlich etwa 1 Mio. Paarverhütungsjahre erreicht werden. Partner ist das nationale Programm für Mütter- und Kindergesundheit. Die Aktivitäten werden maßgeblich von drei NROs mit privaten Gesundheitsanbietern (40 % der ivorischen Gesundheitsdienstleistungen) umgesetzt.
Zielgruppe des Vorhabens sind Menschen zwischen 15 und 49 Jahren, insbesondere junge Mädchen und Frauen zwischen 15 und 24 Jahren.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde entsprechend der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie C eingeordnet, da vom Vorhaben voraussichtlich keine oder nur geringe nachteilige Auswirkungen und Risiken auf Umwelt und soziale Belange ausgehen. Es ist daher kein spezifischer Umwelt- und Sozialmanagementplan erforderlich. Der Partner wurde zur Einführung eines Beschwerdemechanismus verpflichtet und muss die KfW unverzüglich über umwelt- und sozialrelevante besondere Vorkommnisse informieren.
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