Pistenprogramm Gao II

In der Region Gao lässt sich wie im gesamten Norden Malis ein Zusammenspiel aus einer sich verschlechternden Sicherheitslage und der schleppenden Umsetzung des Friedensabkommens von 2015 in Verbindung mit staatlicher Fragilität und vielschichtigen Strukturproblemen beobachten.
Ziel des Vorhabens ist es, die Lebensbedingungen der Bevölkerung in Gao zu verbessern und so einen Beitrag zur Stabilisierung und Friedenskonsolidierung in der Region zu leisten. Hierfür werden vorrangig ländliche Pisten instandgesetzt. Weiterhin werden begleitende sozio-ökonomische Maßnahmen entlang der verbesserten Pisten finanziert, um die Inwertsetzung der sozio-ökonomischen Effekte der Pisten zu unterstützen und gleichzeitig die Resilienz der lokalen Bevölkerung zu stärken. Ebenso wie die Pistenabschnitte, werden die konkreten Maßnahmen im Zuge der Umsetzung unter enger Einbeziehung der lokalen Bevölkerung und Gebietskörperschaften bedarfsorientiert ausgewählt und können beispielsweise erwerbsorientierte Aktivitäten wie Marktinfrastruktur umfassen. Dabei soll die möglichst arbeitsintensive Gestaltung aller Baumaßnahmen ("cash for work") kurzfristige Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen, was gerade Jugendlichen eine Perspektive jenseits der Gewalt aufzeigen soll. Schließlich sollen die Kapazitäten der wichtigsten lokalen Akteure für Umsetzung, Betrieb und Instandhaltung der Einzelmaßnahmen begleitend gestärkt werden. Politischer Träger des Vorhabens ist das Ministère de l'Administration Territoriale et de la Décentralisation (MATD). Die Funktion des Projektträgers, verantwortlich für die Umsetzung des Vorhabens, übernimmt die Deutsche Welthungerhilfe (WHH) in Zusammenarbeit mit einer lokalen NRO. Als Zielgruppe profitiert vor allem die ländliche Bevölkerung in der Region Gao von den Maßnahmen. Die Implementierung begann im Januar 2022 und ist auf einen Zeitraum von 42 Monaten ausgelegt.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Ziel des Vorhabens ist es, die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern und so einen Beitrag zur Stabilisierung und Friedenskonsolidierung in der Region Gao zu leisten. Dabei werden durch die möglichst arbeitsintensive Gestaltung aller Baumaßnahmen neue Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen, was gerade Jugendlichen eine Perspektive jenseits der Gewalt aufzeigt. Das Programm umfasst drei Komponenten: (1) Instandsetzung ländlicher Straßen; (2) Bereitstellung von begleitenden sozio-ökonomischen Maßnahmen entlang der verbesserten Pisten; sowie (3) Stärkung der Umsetzungskapazitäten. Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet. Es kann potenziell leichte bis moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Die sozialen Auswirkungen umfassen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Anwohner sowie Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit und Arbeitsbedingungen der Arbeiter während der Bauphase der geförderten Einzelmaßnahmen. Darüber hinaus kann es in Einzelfällen zu temporären oder dauerhaften wirtschaftlichen Umsiedlungen als Folge von Landerwerb oder der Beeinträchtigung von gewerblichen Tätigkeiten während der Bauphase kommen. Negative Umweltauswirkungen sind u.a. die Lärmentwicklung und eine temporäre Verschlechterung der Luftqualität, mögliche Auswirkungen auf die biologische Vielfalt wie den Verlust von Vegetationsfläche, Umweltverschmutzungen durch Leckagen und Versickerungen sowie Anfall von Abfällen. Die negativen Auswirkungen beschränken sich voraussichtlich auf den Bereich des direkten Projektgebietes und sind in den meisten Fällen reversibel. Sie werden auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren gemindert. Durch die Erstellung von standortspezifischen Umwelt- und Sozialmanagementplänen werden die entsprechenden mitigierenden Maßnahmen für die jeweiligen Einzelvorhaben identifiziert, umgesetzt und überwacht, um so nachteilige Umwelt- und Sozialauswirkungen während der gesamten Programmlaufzeit auf ein akzeptables Maß zu begrenzen. Der Träger wird verpflichtet, einen programmspezifischen, transparenten, zugänglichen und kulturell angepassten Beschwerdemechanismus für Arbeiter und andere vom Programm betroffene Personen (z.B. Anlieger) einzurichten, der auf den internationalen Standards basiert. Um dies zu gewährleisten, wird der Träger während der Umsetzungsphase des Vorhabens einen Experten für Umwelt und Soziales einstellen.

Land / Region / Institution Mali
Nummer 40969
Schwerpunkt Friedensentwicklung und Krisenprävention
Sektor 15220 - Zivile Friedensentwicklung, Krisenpräv. u. Kon
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 10 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner DEUTSCHE WELTHUNGERHILFE E.V.
Zuständige Abteilung Nordafrika und Sahel

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