Perspektiven für Rückkehrer und Rückkehrerinnen durch soziale und berufliche Integration Phase II (PERSPECTIVAS II)

Das FZ-Vorhaben "Perspektiven für Rückkehrer und Rückkehrerinnen durch soziale und berufliche Integration" (PERSPECTIVAS) hat zum Ziel, das System zur sozio-ökonomischen Integration von zurückgekehrten Migrantinnen und Migranten auf lokaler Ebene zu stärken und damit die Lebens- und Beschäftigungsperspektiven von Rückkehrenden und ihrer Familien zu verbessern. Durch die Förderung lokaler Akteure und die Einbindung der ansässigen Bevölkerung werden die Unterstützungsangebote in Umfang und Qualität ausgeweitet, sodass Rückkehrende nachhaltiger in ihre Gemeinden integriert werden und Arbeit finden. Auf regionaler Ebene wird die Entwicklung eines politischen Rahmens für die soziale und berufliche Integration von Rückkehrern unterstützt.
Das Vorhaben wird gemeinsam mit dem Zentralamerikanischen Integrationssystem (SICA) in den Ländern des sogenannten Nördlichen Dreiecks Zentralamerikas, El Salvador, Guatemala und Honduras, umgesetzt. Projektträger ist das Sekretariat für die Soziale Inklusion Zentralamerikas (SISCA). SISCA trägt die Verantwortung für die Steuerung des Gesamtvorhabens und setzt Maßnahmen zur Gestaltung eines politischen Dialogs unter den SICA-Mitgliedsstaaten zur sozialen und beruflichen Integration von Rückkehrenden um (Komponente 2). Komponente 1 umfasst Maßnahmen zur sozialen Inklusion von Rückkehrenden auf Gemeindeebene sowie zur Beschäftigungsförderung. Sie wird von der Nichtregierungsorganisation Swisscontact umgesetzt, die damit als Durchführungsträger für Komponente 1 fungiert. Swisscontact wurde in einem Ideenwettbewerb gemeinsam von SISCA, den Projektländern und der KfW ausgewählt. Das Vorhaben wird mit Mitteln der FZ finanziert, die 21,6 Mio. Euro (Phase I) und 15 Mio. EUR (Phase II) umfassen und als Zuschuss bereitgestellt werden.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Ziel des Vorhabens ist, wie schon in Phase I, das System an Unterstützungsleistungen für Rückkehrerinnen und Rückkehrer auf Gemeindeebene zu verbessern, um deren soziale und berufliche Integration zu fördern. Aufgrund der Ergänzung um Infrastrukturmaßnahmen wurde das Vorhaben gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie B eingeordnet. Mögliche Umweltauswirkungen, die während der Bauphase der genannten Infrastrukturmaßnahmen zu erwarten sind, entsprechen denen kleinerer Baustellen, z.B. Baulärm, Vibrationen und Abfallprobleme. Soziale Auswirkungen betreffen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Anwohnerinnen und Anwohner sowie die rechtliche Absicherung der Arbeiterinnen und Arbeiter oder ihre Arbeitsbedingungen. Die für den Bau oder der Umbau zur Verfügung stehenden Gelände und Grundstücke sind einem Screening zu unterziehen, wobei insbesondere Landrechte, Nutzungsmöglichkeiten und Zugangswege zu berücksichtigen sind. Darüber hinaus werden im Rahmen der Infrastrukturprojekte Mechanismen zur Zusammenarbeit mit den Gemeinden und weiteren lokalen Stakeholdern entwickelt. Als Beschwerdemechanismus wird, ebenso wie in Phase I, der des Projektträgers genutzt. Bei Infrastrukturmaßnahmen, die in Eigenregie durch die Anwohnerinnen und Anwohner durchgeführt werden, wird gemeinsam mit den Gemeinden und den Projektdurchführungskomitees festgelegt, wie die Sicherheit der freiwilligen Helferinnen und Helfer auf den Baustellen gewährleistet wird. Die Verantwortlichkeiten des Projektträgers für die Entwicklung der entsprechenden Instrumente und Verfahren zum Umgang mit den oben erwähnten Umwelt- und Sozialrisiken sowie ihrer Umsetzung und dem erforderlichen Monitoring werden in einem Environmental and Social Commitment Plan (ESCP) festgeschrieben.

Land / Region / Institution Sistema de Integracion Centroamericana (SICA)
Nummer 47642
Schwerpunkt Sonstige
Sektor 16020 - Beschäftigungsmöglichkeiten
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 15 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner SECRETARÍA DE INTREGACIÓN SOCIAL CENTRO AMERICANO SISCA
Zuständige Abteilung Lateinamerika und Karibik

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