PDP-ACCESS Programme (Verbesserung des Zugangs zu Gesundheitsprodukten zur NTD-Bekämpfung (VP)
Ziel dieses Vorhabens ist die Verbesserung des Zugangs zu neuen, effektiven und sicheren Gesundheitsprodukten in LMIC-Ländern. Dieser soll über die Förderung einer Produktentwicklungspartnerschaft (PDP) mit Drugs for Neglected Diseases initiative (DNDi) erreicht werden, die erschwingliche Medikamente und Therapien entwickeln und diese Betroffenen zugänglich machen soll. Das Vorhaben konzentriert sich dabei auf die Bekämpfung der folgenden vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTD):
- Viszerale Leishmaniose (Kala Azar);
- die Humane Afrikanische Schlafkrankheit;
- Flussblindheit und
- die Chagas-Krankheit.
Insbesondere durch die Corona-Pandemie ist die Entwicklung von Wirkstoffen und Verfahren gegen vernachlässigte und armutsassoziierte Krankheiten (NTD) ausgebremst worden. Die Pandemie hat die globale Ungleichheit und die Vulnerabilität der Gesundheitssysteme von Niedrig- und Mitteleinkommensländern (LMIC) erneut verdeutlicht.
Das FZ-Projekt leistet damit einen unmittelbaren Beitrag zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlergehen (SDG 3), Geschlechtergleichheit (SDG 5) durch Aufhebung krankheitsbedingter Benachteiligung von Frauen und Mädchen und SDG 4 durch Verbesserung der Schulleistungen betroffener Kinder und Reduzierung von Ausfalltagen. Es leistet weiterhin unmittelbare Beiträge zu Reduzierung von Armut (SDG 1) und globaler Ungleichheit (SDG 10) sowie zu Stärkung von Industrie, Innovation und Infrastruktur (SDG 9) und globalen Partnerschaften (SDG 17).
Mittelfristig sollen durch die erhöhte Verfügbarkeit neuer, besserer und kostengünstiger Gesundheitsprodukte die lokalen Gesundheitssysteme insbesondere in Subsahara Afrika gestärkt und ihre Krisenresilienz erhöht werden und z.T. auch die Ausrottung von einigen schweren Krankheiten ermöglicht werden (global public good).
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben finanziert Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs der Bevölkerung zu neuen oder verbesserten Produkten zur Behandlung, Prävention oder Diagnostik von armutsbezogenen und vernachlässigten Krankheiten. Finanzierte Aktivitäten umfassen u.a. die Beschaffung und den Roll-Out neuer, aber bereits zugelassener Medikamente, die Modernisierung von Gesundheitszentren über die Beschaffung von Ausstattung, die Schulung von Gesundheitsfachkräften, die Unterstützung der Registrierung in endemischen Ländern sowie die Aufnahme in Behandlungsrichtlinien und Sensibilisierungsmaßnahmen. Die Finanzierung von Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs zu Gesundheitsprodukten und der damit zusammenhängende Betrieb von Gesundheitseinrichtungen ist mit abstrakten Risiken verbunden. Es besteht aber derzeit kein Anhaltspunkt für die Annahme, dass sich diese Risiken substantiieren. Das Projekt wurde daher gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Zur Mitigierung dieser Risiken wird der Träger (DNDi) sein internes Environmental and Social Management System (ESMS) anwenden, das im Rahmen eines BMBF finanzierten Vorläuferverfahrens ausgewertet wurde. Im Rahmen dieses ESMS ist die lokale Bevölkerung über das Vorhaben zu informieren und ein Beschwerdemechanismus zu unterhalten.
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