"PACTE+" zur Förderung der Vertragslandwirtschaft in Wertschöpfungsketten in Burkina Faso

Seit 2021 kofinanziert die KfW das Vorhaben "Förderung der professionellen Warrantage" (PACTE), welches im Rahmen der Mutual Reliance Initiative (MRI) zusammen mit der Agence française de Développement (AFD) (Lead-Finanzier) umgesetzt wird.

Die zusätzlichen finanziellen Mittel PACTE+ der Sonderinitiative "Eine Welt ohne Hunger", sollen der aktuellen Phase von PACTE zugutekommen, welche bis Dezember 2024 läuft, sowie die Ko-Finanzierung einer Phase II - im Rahmen einer MRI mit der AFD - ab 2025 ermöglichen.

Kernproblem:
Geringe Produktivität im Landwirtschaftssektor u.a. aufgrund eines begrenzten Zugangs zu produktiven Ressourcen, was ebenso vertragliche Beziehungen hemmt.

Modulziel: Die Förderung von Wertschöpfungsketten durch Vertragslandwirtschaft mit Hilfe agrarökologischer Intensivierung in Burkina Faso.

Komponenten der aktuellen Phase:
1. Zugang der Produzenten zu institutionellen Märkten,
2. Förderung der Vertragslandwirtschaft zwischen Genossenschaften und Agrarunternehmen,
3. Institutionelle Unterstützung für die Modernisierung von Wertschöpfungsketten.

Wesentliche Outputs:
- Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen,
- Finanzierung von Kommunikations-, Sensibilisierungs- und Betreuungsmaßnahmen,
- Begleitung der burkinischen Regierung bei der Planung und Umsetzung der geförderten Aktivitäten.

Zielgruppe:
Zielgruppe des Vorhabens sind Bäuerinnen und Bauern, Bauernkooperativen und landwirtschaftliche Betriebe. Gleichzeitig trägt das Vorhaben durch die Bündelung des kleinteiligen landwirtschaftlichen Angebots zu einer Erleichterung des Handels mit landwirtschaftlichen Produkten bei.

Beitrag zur nationalen Umsetzung der Agenda 2030:
Ziel 1 Keine Armut,
Ziel 2 Kein Hunger,
Ziel 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum,
Ziel 12 Nachhaltiger Konsum und Produktion.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben PACTE Plus entwickelt das unter dem Dach der Mutual Reliance Initiative (MRI) geförderte "Projet d'Agriculture Contractuelle et Transition Ecologique"- (PACTE) weiter. Die Federführung des seit 2019 laufenden Projekts liegt bei der französischen Entwicklungsbank AFD, während die EU und das BMZ (über das FZ-Vorhaben "Förderung der professionellen Warrantage") als Kofinanzierungspartner agieren. Das weiterentwickelte Projekt "PACTE Plus" soll innerhalb der bestehenden PACTE-Projektstruktur der AFD umgesetzt werden, die sonst voraussichtlich Ende 2023 auslaufen würde. Die AFD wird somit auch die zweite Phase von PACTE (PACTE Plus) als federführender Partner planen, organisieren und durchführen, sich dabei jedoch eng mit KfW und EU abstimmen. Das bedeutet, dass die AFD auch für alle USVP Aspekte federführend ist. Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Zu erwarten sind überwiegend Risiken für Umwelt, Anwohner und Arbeiter, die sich durch die Arbeit auf kleinen Baustellen ergeben (Abfall, Emissionen, Lärm, Arbeitssicherheit). Auch kann es auch zu negativen Auswirkungen durch den Transport, die Lagerung und den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln sowie durch die geplante Intensivierung der Landwirtschaft kommen. Weiterhin sind soziale Konflikte als Folge von Konkurrenz um Agrarflächen bzw. durch die mögliche Verdrängung von Subsistenzwirtschaft als Folge der Projektmaßnahmen möglich. Diese Auswirkungen sind jedoch voraussichtlich auf den Bereich des direkten Projektgebietes beschränkt und überwiegend reversibel. Sie können auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren verhindert oder gemindert werden. Das es sich um einen antragsbasierten Ansatz handelt, bei dem Anträge eingereicht und auf dieser Basis die Einzelmaßnahmen und genauen Projektstandorte erst im Laufe der Durchführung ausgewählt und konkretisiert werden, wird ein "Environmental and Social Management Framework" (ESMF) für das Vorhaben entwickelt und zwischen AFD, KfW und Träger abgestimmt. Dieses Rahmenwerk wird als Grundlage für die Planung, Umsetzung und das Monitoring der E&S Anforderungen im Vorhaben dienen. Vorgabe wird sein, für jedes geförderte Einzelprojekt projekt- bzw. standortspezifische Minderungsmaßnahmen mit Hilfe von Umwelt- und Sozialmanagementpläne zu definieren, umzusetzen und zu überwachen. Außerdem wird der Träger dazu verpflichtet, alle vom Projekt Betroffenen zu informieren und während der Planung und Umsetzung der Maßnahmen zu beteiligen sowie einen programmspezifischen, transparenten, zugänglichen und kulturell angepassten Beschwerdemechanismus für Arbeiter und alle vom Programm betroffenen Personen (z.B. Anlieger) einzurichten. Für Planung, Management und Monitoring der Umwelt- und Sozialanforderungen ist das burkinische Landwirtschaftsministerium (Ministere de l'Agriculture, des Amenagements Hydroagricoles et de la Mecanisation, MAAHM) mit seiner Direction Generale de la Promotion de l'Economie Rurale (DGPER) verantwortlich. Diese wird hierbei durch regionale/nationale Dienstleister (NGOs, Consultingbüros) unterstützt, die die Antragssteller während der Planung und Durchführung der Einzelprojekte beraten und begleiten.

Land / Region / Institution Burkina Faso
Nummer 50220
Schwerpunkt Ernährung und Landwirtschaft
Sektor 31120 - Landwirtschaftsentwicklung
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 9,584 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner MINISTÈRE DE L'AGRICULTURE, DE S RES ANIMALES ET HALIEUTIQUES
Zuständige Abteilung Nordafrika und Sahel

Kontakt

Transparenz

Sollten noch Fragen offen gebieben sein, stehen wir gerne zur Verfügung: