One Health für Kambodscha
Das vorgesehene FZ-Modul soll die Regierung bei ihren Bemühungen in der Verbesserung von Früherkennungs- und Bekämpfungsmechanismen von Krankheitsausbrüchen unterstützen. Ziel ist die Etablierung einer funktionalen und effizienten One Health Infrastruktur und Datenarchitektur, wobei AMR als Anwendungsfall für diese integrierte Herangehensweise im Sinne von One Health dient. Damit soll einhergehen eine Stärkung der Resilienz im Hinblick auf zukünftige Krankheitsausbrüche bis hin zur Verhinderung einer möglichen Pandemie. Geplant sind Investitionen in Digitalisierung, resultierend in interoperablen Datensystemen und intersektoralen Datenanalysen. Zusätzlich erfolgt der Aufbau von intersektoral nutzbaren Laborkapazitäten. Diese sind Voraussetzung, um evidenzbasierte Handlungsempfehlungen und Strategien zur frühzeitigen und effektiven Eindämmung von neuen Infektionskrankheiten und antimikrobiellen Resistenzen ableiten zu können. Auf subnationaler Ebene sollen in drei ausgewählten Projektregionen (Kampong Cham, Battambang und Kampot) sogenannte Provincial Centers of Excellence (PCoE) exemplarisch die OH-Infrastrukturen initiieren und steuern und mit erfolgreicher Umsetzung auch auf weitere Regionen des Landes ausgeweitet werden.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt "One Health 4 Cambodia" (OH4CAM) konzentriert sich darauf, ein umfassendes und nachhaltiges One Health-Rahmenwerk in Kambodscha zu etablieren, um effektiv auf Ausbrüche von Infektionskrankheiten und antimikrobielle Resistenz (AMR) zu reagieren. Das Projekt umfasst vier strategische Ziele: Optimierung eines integrierten Rahmens über Ministerien hinweg, Implementierung robuster Datensysteme, Entwicklung von Überwachungssystemen und Labordiensten sowie die Einführung eines Kommunikationsplans zur Förderung von Partnerschaften und zur Erhöhung des Gesundheitsbewusstseins. Das Projekt umfasst Ergebnisse wie die Verbesserung der Governance, Datenintegration, Überwachung und Kommunikationsstrategien. Das Vorhaben wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie (2023) in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" (moderates Risiko), überschaubare potenzielle negative Auswirkungen oder Risiken, sind i.d.R. vorhersehbar, temporär und umkehrbar und auf den Standort des Vorhabens begrenzt. Sie sind mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen vermeidbar oder minderbar. Umwelt- und soziale Risiken, die mit dem Projekt verbunden sind, umfassen eine schlechte Einbindung von Interessengruppen, Verschmutzung durch Datenserver, biologische Gefahren durch den Umgang mit Proben und Abfallproduktion. Darüber hinaus umfasst das Projekt Umbauarbeiten zur Modernisierung von Laboren, die Risiken wie Umweltverschmutzung durch Lärmbelästigung, Entsorgung von gefährlichen Materialien und ordnungsgemäße Lagerung oder Entsorgung von überschüssigen Baumaterialien mit sich bringen. Zu den Minderungsmaßnahmen gehören die Gestaltung inklusiver Kommunikationsmaterialien, die Beschaffung energieeffizienter Geräte, die Einhaltung von Vorschriften zur Abfallbewirtschaftung, die Umsetzung von Recyclingstrategien und die Bewältigung von baubezogenen Risiken durch ordnungsgemäße Planung und Verwaltung. Das Projekt betont die Bedeutung der Einbindung von ethnischen Minderheiten und marginalisierten Bevölkerungsgruppen sowie des effektiven Umgangs mit biologischen Gefahren und Abfällen. Um die Einbindung der Gemeinschaft weiter zu verbessern und damit verbundene Risiken zu minimieren, wird das Projekt einen Stakeholder Engagement Plan (SEP) und einen Grievance Mechanism (GM) implementieren. Der SEP wird eine offene und transparente Kommunikation mit allen Interessengruppen, einschließlich ethnischer Minderheiten und marginalisierter Gruppen, während des gesamten Projektlebenszyklus sicherstellen. Der GM wird einen strukturierten Prozess bieten, damit Interessengruppen Bedenken äußern und zeitnahe Antworten erhalten können, wodurch Vertrauen und Zusammenarbeit zwischen dem Projektteam und der Gemeinschaft gefördert werden. Alle diese Maßnahmen sind im Environmental and Social Commitment Plan (ESCP) enthalten und wurden in einem separaten Vereinbarungsdokument mit Partnern vereinbart, um einen koordinierten Ansatz zur Bewältigung von Umwelt- und Sozialrisiken sicherzustellen.
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