Office du Niger - Bewässerung N'Débougou IV in Mali

Kernproblem:
Die derzeit vorhandenen Bewässerungsflächen im Gebiet des Office du Niger (ON) in Zentralmali reichen noch nicht aus, um der dort stark wachsenden Bevölkerung eine ausreichende Lebensgrundlage zu bieten. Während die Nachfrage nach bewässerten Flächen weiterhin stark steigt, hat sich die durchschnittliche Betriebsgröße der kleinbäuerlichen Betriebe über die Jahre von idealerweise 3 ha auf ca. 1,6 ha verkleinert, was einen nachhaltigen und rentablen Betrieb erschwert. Infolgedessen ist die landwirtschaftliche Produktion großer Teile der Bevölkerung in der Projektregion nicht ausreichend, um deren Ernährungssicherung und ein ausreichendes Einkommen sowie die Zahlung der Wassergebühren und damit den nachhaltigen Betrieb der Bewässerungsinfrastruktur durch das Office du Niger gewährleisten zu können.

Modulziel:
Die landwirtschaftliche Produktivität von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ist durch Sanierung und Ausweitung von Be- und Entwässerungsinfrastruktur im Gebiet des Office du Niger (Zone N'Débougou) verbessert.

Wesentliche Outputs:
Bewässerungs- und Entwässerungsinfrastruktur sind ordnungsgemäß saniert bzw. gebaut; das ON und die Nutzerinnen und Nutzer der Flächen sind befähigt,
diese angemessen zu managen und zu bewirtschaften; die geplanten Umweltmaßnahmen sind durchgeführt und das Management der Landrechte ist verbessert.

Zielgruppe:
Die Zielgruppe des Vorhabens ist die ländliche Bevölkerung in der Region, insbesondere sechs Dörfer (ca. 16.000 Personen, davon mehr als 50 % Frauen und Mädchen).

Beitrag zur nationalen Umsetzung der Agenda 2030:
Das Modul trägt zur Erreichung folgender der 17 vereinbarten Ziele bei: Keine Armut, kein Hunger, Geschlechtergleichheit, sauberes Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen, gute Arbeit und Wirtschaftswachstum, Klimaschutz und Anpassung.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das FZ-Modul Office du Niger - Bewässerung N'Débougou IV ist in die USVP-Kategorie B+ eingeordnet. Gründe dafür sind ein möglicher temporärer Einkommensverlust während der Bauarbeiten und dauerhafter Landverlust für informelle Nutzer durch Landzuteilung auf den noch nicht formal erschlossenen Flächen, die Auswirkungen auf Wasser und natürliche Ökosysteme, insbesondere durch die Erweiterung eines Drainagekanals, sowie auch Risiken bedingt durch die Arbeitsbedingungen und Arbeitssicherheit auf den Großbaustellen, verstärkt insbesondere durch die kritische Sicherheitssituation im Office du Niger und in Mali im Allgemeinen. Beim Bau und Betrieb der geplanten Infrastrukturmaßnahmen sind unterschiedliche lokale, potenziell moderate negative Auswirkungen und Risiken auf Ökosystem, Anwohner*innen und Arbeiter*innen zu erwarten: Sie sind auf den Standort begrenzt und mit Gegenmaßnahmen nach dem aktuellen Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen vermeid-, minder- bzw. minimierbar. Die zu realisierende Infrastruktur sowie die auszuweitenden Bewässerungsparzellen befinden sich im ländlichen Raum (nicht sensibles Gebiet), physische Umsiedlungen sind nicht erforderlich. Projektbetroffene werden während der gesamten Projektlaufzeit nach einer festgelegten Strategie inklusive konsultiert und die gewonnenen Ergebnisse in Maßnahmen übersetzt. Die Umwelt- und Sozialrisiken des Vorhabens wurden im Rahmen einer projektspezifischen Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie vertiefend analysiert sowie durch einen entsprechenden Umwelt- und Sozialmanagementplan adressiert. Dieser sieht vor, dass während der Bauphase u.a. Maßnahmen im Bereich Arbeitssicherheit und öffentliche Sicherheit sowie Vorkehrungen zum Boden- und Grundwasserschutz umgesetzt werden, um Risiken und potenziellen Auswirkungen der Bauarbeiten angemessen entgegenzuwirken. Der Office du Niger ist für die Umsetzung dieser Maßnahmen zuständig und wird durch eine qualifizierten Consultant unterstützt. Das Office du Niger richtet einen Beschwerdemechanismus ein, um Beschwerden der Öffentlichkeit, sowie Beschwerden der auf den Baustellen Beschäftigten zu identifizieren, zu dokumentieren und zu beantworten.

Land / Region / Institution Mali
Nummer 48547
Schwerpunkt Ernährung und Landwirtschaft
Sektor 31140 - Landwirtschaftliche Wasserressourcen
USV-Kategorie B+
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 18 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner OFFICE DU NIGER
Zuständige Abteilung Nordafrika und Sahel

Kontakt

Transparenz

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