Offenes Programm Stadtentwicklung Moldau

Die Wasser- sowie Abwasserinfrastruktur der Städte und Gemeinden Moldaus stammt überwiegend aus sowjetischer Zeit und ist sowohl quantitativ als auch qualitativ nicht mehr angemessen. Durch veraltete und teilweise nicht funktionsfähige Wasserinfrastruktur bestehen in großen Teilen Moldaus Versorgungsrisiken für die Bevölkerung. Das Vorhaben "Offenes Programm Stadtentwicklung Moldau" zielt darauf ab, die Wasserversorgung in ausgewählten Regionen der Republik Moldau nachhaltig zu verbessern. Die Maßnahme wird im Zentrum der Republik Moldau umgesetzt und umfasst den Neubau einer Wasserentnahmestelle am Fluss Dniester sowie die Rehabilitierung und den Neubau von Trinkwasserleitungen in den Städten Straseni, Calarasi und in ausgewählten Dörfern. Begleitend werden Maßnahmen zur Kapazitätsstärkung der Wasserversorger durchgeführt. Dadurch wird eine klimaresiliente Wasserversorgung für die Regionen Chisinau, Straseni und Calarasi sichergestellt, die Versorgungskapazitäten erhöht und der Betrieb der kommunalen und regionalen Wasserversorger verbessert.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das "Open Program Urban Development Moldova" (OPUD) zielt darauf ab, die städtische Infrastruktur für die städtische und semi-urbane Bevölkerung in Moldawien zu verbessern, mit einem Fokus auf den Wasser- und Abwassersektor. Der Finanzierungsgegenstand umfasst die Entwicklung eines Wasserentnahmesystems aus dem Dnister-Fluss, der Chi?in?u mit Wasser versorgt und sich etwa 19 km nordöstlich der Stadt, in der Nähe des Dorfes Vadul lui Vod?, befindet. Der Dnister ist eine grenzüberschreitende Wasserressource, von der große Teile des Einzugsgebiets auf ukrainischem Territorium liegen. Im Rahmen des Projekts wird die Anbindung der Dörfer Pitu?ca und V?rz?re?tii Noi an die Haupttransferpipeline finanziert, ebenso wie der Bau eines internen Netzwerks, eines Reservoirs und einer Pumpstation im Dorf Capriana sowie die zugehörige Infrastruktur. Das Projekt zielt darauf ab, das Wassermanagement zu verbessern und gleichzeitig Umwelt- und Sozialrisiken zu berücksichtigen. Die U&S-Risikokategorie wird als B (moderates Risiko) eingestuft, basierend auf identifizierten moderaten Umwelt- und Sozialrisiken im Zusammenhang mit der Wasserbewirtschaftung, der Landnutzung und der Biodiversität. Wesentliche U&S-Risiken umfassen potenzielle Konflikte über die Wasserressourcennutzung mit anderen Nutzern im Einzugsgebiet (einschließlich des grenzüberschreitenden Kontexts), potenzielle Verdrängung lokaler Gemeinschaften aufgrund von Flächenräumungen oder Landakquisition, potenziellen Verlust von Biodiversität und Störung lokaler Ökosysteme. Zum anderen gehören die Risiken für die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer (OHS) während der Bauarbeiten sowie Gemeinschaftsrisiken wie erhöhten Verkehr und Lärm, die die Anwohner während der Bauphase betreffen können. Minderungsmaßnahmen umfassen die Durchführung einer Environmental and Social Impact Assessment (ESIA), um potenzielle Auswirkungen auf die Biodiversität und vom Projekt betroffene Bevölkerung zu identifizieren und zu adressieren, die Entwicklung eines Environmental and Social Management Plan (ESMP) und die Implementierung eines Stakeholder Engagement Plan (SEP), um die lokalen Gemeinschaften in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Der Berater wird auch die Anforderungen zur Entwicklung eines Biodiversity Management Plan (BMP) und eines umfassenden Land Acquisition Plan (LAP) überprüfen, um faire Entschädigungen und Transparenz sicherzustellen. Ein effektiver Beteiligungsprozess wird eingerichtet, um betroffene Gemeinschaften und Interessengruppen einzubeziehen, einschließlich Informationsveranstaltungen und Konsultationen, um sicherzustellen, dass die Anliegen der Gemeinschaften gehört und berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird ein Beschwerdemechanismus eingerichtet, um betroffenen Personen die Möglichkeit zu geben, Bedenken oder Beschwerden im Zusammenhang mit dem Projekt zu äußern, der transparent gestaltet ist und eine zeitnahe Lösung von Problemen ermöglicht.

Land / Region / Institution Republik Moldau
Nummer 55298
Schwerpunkt Wasser und Abfall
Sektor 14020 - Wasser-, Sanitärver. und Abwassermanagement
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 14 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner REGIONAL DEVELOPMENT AGENCY CENTER (RDA CENTER)
Zuständige Abteilung Europa und Kaukasus

Kontakt

Transparenz

Sollten noch Fragen offen gebieben sein, stehen wir gerne zur Verfügung: