Nachhaltige urbane Mobilität in Zentralamerika (DKTI) II

In Zentralamerika vollzieht sich derzeit ein tiefgreifender Wandel hin zu einer urbanen Gesellschaft. Dieser beeindruckende Urbanisierungstrend bringt jedoch auch negative Auswirkungen auf das Klima sowie zunehmende soziale Ungleichheit mit sich. Der Mobilitätssektor zählt zu den größten Verursachern von Emissionen, zudem ist die städtische Infrastruktur nicht auf das weiterhin steigende Verkehrsaufkommen ausgelegt. Das bestehende Angebot im öffentlichen Nahverkehr gilt als ineffizient, unsicher und veraltet.

Für eine nachhaltige Entwicklung Zentralamerikas ist der Ausbau städtischer Transportsysteme von zentraler Bedeutung. Erforderlich sind technologisch angepasste Lösungen, die sichere, sozial verträgliche und zeiteffiziente Mobilität gewährleisten und zugleich knappe Energieressourcen effizient nutzen, um negative Umwelt- und Klimaeffekte zu reduzieren.

Im Rahmen des PMUS-Programms unterstützt die FZ die Förderung klimafreundlicher und inklusiver urbaner Mobilitätssysteme in Zentralamerika, insbesondere in Honduras, El Salvador, Guatemala, Costa Rica, Panama und der Dominikanischen Republik. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei nicht nur auf technologischen Qualitätsmerkmalen, sondern auch auf den Klima- und Armutswirkungen der geförderten Projekte. Kreditnehmer ist die zentralamerikanische Entwicklungsbank BCIE, welche die Darlehen an Endkreditnehmer weitergibt.

Das Programm wird in zwei Phasen umgesetzt und ist als offene Kreditlinie mit vorab abgestimmten Auswahlkriterien konzipiert. In der ersten Phase wird der Ausbau einer U-Bahn-Linie in Santo Domingo, Dominikanische Republik, finanziert. In der nun beginnenden zweiten Phase des PMUS-Programms werden über die BCIE weitere 40 Millionen Euro zinsverbilligt bereitgestellt.

Zur institutionellen Stärkung unterstützt das Programm die BCIE und die Endkreditnehmer durch eine Begleitmaßnahme beim Aufbau notwendiger Kapazitäten im Bereich nachhaltiger Mobilität.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das FZ-Modul ist als offene Kreditlinie konzipiert, mit der nachhaltige urbane Mobilitätsprojekte im Zentralamerikanischen Integrationssystem (SICA) finanziert werden können, insbesondere in Honduras, El Salvador, Guatemala, Costa Rica und der Dominikanischen Republik. Für die Umsetzung sind zwei Phasen vorgesehen. Darlehensnehmer und Projektträger ist die Zentralamerikanische Entwicklungsbank BCIE, die die Darlehen an öffentliche und private Endkreditnehmer weitervermittelt. Da der Fokus der Kreditlinie an BCIE der Transportsektor ist und dieser insbesondere bei größeren Projekten wie z.B. Bau einer Seilbahn, hohe potenzielle Umwelt- und Sozialrisiken bergen kann, wird das Vorhaben der Kategorie FI/A zugeordnet. Um die Umwelt- und Sozialrisiken des Vorhabens zu steuern, kommt das Umwelt- und Sozialmanagementsystem (USMS) von BCIE zur Anwendung. Der FI hat sein USMS in den letzten Jahren stetig verbessert und auch sein U&S Team erweitert, sodass es nun den Anforderungen der KfW zum größten Teil genüge trägt und internationale Standards bei seinen Finanzierungen anwendet. Unterschiede, wie z.B. bei der Ausschlussliste, werden über Klauseln in den Finanzierungsvereinbarungen überbrückt. Des Weiteren werden Projekte mit erhöhten Risiken der KfW zur Genehmigung vorgelegt. Mit BCIE wird eine jährliche Berichtserstattung zur Entwicklung des USMS und der U&S Risiken der finanzierten Projekte vereinbart sowie eine Ad-hoc Berichtserstattung im Falle von besonderen Vorkommnissen im Rahmen der Kreditlinie.

Land / Region / Institution BCIE-Zentralamerikanische Entwicklungsbank
Nummer 47621
Schwerpunkt Transport und Kommunikation
Sektor 21010 - Verkehrspolitik und Verwaltung
USV-Kategorie FI/A
Finanzierungsinstrument Entwicklungskredit
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 39,823 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner BANCO CENTROAMERICANO DE INTEGRACION ECONOMICA
Zuständige Abteilung Lateinamerika und Karibik

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