Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und Biodiversität
Kolumbien ist eines der 17 megabiodiversen Länder der Welt, in denen mehr als 70 % aller Tier- und Pflanzenarten des Planeten beheimatet sind. Mit der Ausweisung von 16,7% seiner Land- und 13,4% seiner Meeresfläche hat Kolumbien bereits erhebliche Anstrengungen zum Schutz der Artenvielfalt unternommen. Die Schutzgebiete stellen bedeutende Ökosystemleistungen, wie Kohlenstoffbindung, bereit. Zudem bilden die natürlichen Ressourcen der Schutzgebiete, insbesondere in den ländlichen Regionen, die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung. Jedoch bedrohen Formen nicht-nachhaltiger Landnutzung die Schutzkorridore und den Erhalt der Biodiversität. Ziel des Vorhabens ist es daher, das Schutzgebietsmanagement zu konsolidieren und die Konnektivität in prioritären Korridoren sowie den Schutz und die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen zu verbessern. Das Vorhaben leistet einen Beitrag zum Schutz des globalen Klimas (SDG 13) und zum Erhalt der biologischen Vielfalt (SDG 15).
Die durchgeführten Maßnahmen werden in priorisierten Schutzgebieten und ihren Pufferzonen umgesetzt. Die Maßnahmen tragen zur Verbesserung der Managementeffektivität in ausgewählten Schutzgebieten bei und fördern die Konnektivität. Zudem werden eine bessere Einbindung und Beteiligung der lokalen Bevölkerung in den Schutz und die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen unterstützt.
Der Empfänger des Zuschusses von bis zu 7 Mio. Euro ist das kolumbianische Umweltministerium. Projektträger ist Parques Nacionales Naturales, die Nationale Schutzgebietsbehörde. Zielgruppe des Vorhabens ist die ländliche Bevölkerung in und im Umfeld der priorisierten Schutzgebiete. Von dem Maßnahmen profitieren zudem die Schutzgebietsverwaltung und die Parkmitarbeiter.
Das Interventionsgebiet des Vorhabens umfasst drei ausgewählte Landschaftsmosaike (Cordillera Central, Transición Orinoquía, Piedemonte Andino-Amazónico) mit vier nationalen und sieben regionalen Schutzgebieten.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde als B+ kategorisiert und eine vertiefte Umwelt- und Sozialverträg-lichkeitsprüfung durchgeführt. Als mögliche, meist aber lokal begrenzte Risiken wurden (i) Nut-zungseinschränkungen für die ländliche Bevölkerung; (ii) die Gefährdung von Projektmitarbeitern und Zielgruppen durch Begegnungen mit illegalen bewaffneten Gruppen; (iii) Spannungen zwi-schen der Leitung der Schutzgebiete und insbesondere indigenen Gruppen, die sich nicht ausrei-chend einbezogen fühlen; sowie (iv) potentielle Konflikte über die Ausgestaltung von Maßnah-men zur Unterstützung nachhaltiger Landnutzungssysteme identifiziert. Ein projektspezifischer Umwelt- und Sozialmanagementrahmenplan (Marco de Gestión Ambiental & Social) mit Maß-nahmen und Verfahren zur Minderung möglicher Risiken liegt im Entwurf vor. Im Rahmen der Prüfung wurde mit PNNC das weitere Vorgehen zum Umgang mit diesen Risiken vereinbart.
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