Multisektorales Ernährungssicherungsprogramm (Scaling Up Nutrition - SUN II) in Sambia
Kernproblem
Durch Mangelernährung weisen in Sambia 35 % der Kinder unter zwei Jahren vermindertes Längenwachstum ("Stunting") auf.
Modulziel
Die Stuntingrate bei Kindern unter zwei Jahren ist um durchschnittlich 2 % pro Jahr in den Zieldistrikten reduziert. Die im Rahmen des Vorhabens erworbenen Kenntnisse werden durch die Zielgruppe in den Zieldistrikten nachhaltig angewendet.
Wesentliche Outputs
- Die Zielgruppe erhält im Rahmen des Care Group Models (oder für städtische Bedingungen angepasste Vermittlungsmethoden) das volle Spektrum der Informationen und Unterstützung bezüglich Mutter- und Kindernährung, Gesundheit und Hygiene.
- Die Zielgruppe hat Zugang zu Wasser, Hygiene und sanitären Einrichtungen.
- Die Zielgruppe hat Zugang zu vielseitigen und nahrhaften Lebensmitteln.
Zielgruppe
Schwangere, stillende Mütter und Kinder unter 2 Jahren sowie Frauen im reproduktiven Alter.
Beitrag zur nationalen Umsetzung der Agenda 2030
Das Vorhaben leistet einen Beitrag zur Erreichung des Agendaziels 2 "Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern" sowie zu den Zielen 3, 5 und 6 "Gesundheit", "Geschlechtergleichheit" und "Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen".
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Auch wenn der überwiegende Schwerpunkt des Vorhabens auf nicht-investiven Trainingsmaßnahmen zur Verhaltensänderung der Zielgruppe (Mütter und Kleinkinder) liegt, so ist auch die Unterstützung beim Ausbau der Wasserversorgung, beim Bau von Latrinen, bei der Anlage von Kleingärten sowie der Verteilung von Kleinvieh als Projektmaßnahme vorgesehen. Diese Maßnahmen sind kleinteiliger Natur und es ist keinerlei Landerwerb zur Erschließung neuer Standorte, wesentliche Eingriffe in Ökosystem und Siedlungen oder erhöhte Arbeitsrisiken zu erwarten. Dennoch können potenziell geringe bis moderate negative Umwelt- und Sozialauswirkungen nach derzeitigem Kenntnisstand nicht ausgeschlossen werden. Mögliche Risiken umfassen die Bereiche Arbeitssicherheit, inkl. hygienischer Risiken beim Arbeiten an Abwasserleitungen, technischer Umweltschutz, sexualisierte Gewalt und Gefahrenquellen auf Baugrundstücken für lokale Anwohner. Hinzukommt, dass die illegale Beschäftigung von Minderjährigen in Sambia immer noch weitverbreitet ist. Das Projekt wurde daher mit "B" (moderates Risiko) bewertet. Um diese Risiken zu mitigieren, wird ein auf die lokalen Verhältnisse und Risiken angepasster Umwelt- und Sozialmanagementplan erstellt und umgesetzt. Im Vertrag mit dem Träger wurde vereinbart, dass der Umwelt- und Sozialmanagementplan Bestandteil der Ausschreibungsunterlagen für die Errichtung der Infrastruktur und auch Vertragsbestandteil für Bauunternehmer bzw. andere Vertragsnehmer, die für den Bau verantwortlich sein werden.
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