Modernisierung der Infrastruktur der öffentlichen Großbewässerung für eine klimaangepasste Landwirtschaft (MIIPAC)
Kernproblem:
Die landwirtschaftliche Produktivität ist gering und gerät durch u.a. klimawandelbedingte Faktoren (Dürren, Überschwemmungen) sowie die starke Degradierung genutzter Flächen weiter unter Druck.
Modulziel:
Die landwirtschaftliche Produktivität der Kleinlandwirtinnen und -landwirte in den rehabilitierten öffentlichen Bewässerungsinfrastrukturen ist unter Berücksichtigung der Klimaanpassungsfähigkeit und vulnerabler Gruppen verbessert.
Wesentliche Outputs:
- Die ausgewählten öffentlichen Be- und Entwässerungsinfrastrukturen sind rehabilitiert und ordnungsgemäß geschützt.
- Die Landwirt/-innen sind in der Lage, die Flächen angemessen und nachhaltig zu bewirtschaften.
- Für den Gemüseanbau nutzbare Flächen sind identifiziert, angelegt und Landwirtinnen zugewiesen.
- Die Kooperativen und die Wassernutzergruppen sind in der Lage, ihre Funktionen ordnungsgemäß auszuführen.
- Die Wertschöpfungskette von Reis ist gestärkt, wobei vulnerable Gruppen (Frauen, Menschen mit Behinderungen und junge Erwachsene) besonders berücksichtig werden.
Zielgruppe:
Überwiegend arme Kleinlandwirtinnen und -landwirte, die die Bewässerungsperimeter bewirtschaften, sowie deren Familien.
Land / Region / Ort:
Tillabery, Niamey, Tahoua and Dosso
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde in die USVP Kategorie B eingestuft. Potenziell moderate negative Auswirkungen und Risiken auf Ökosystem, Anwohner und Arbeiter bei Bau und Betrieb der geplanten Infrastrukturmaßnahmen können nicht ausgeschlossen werden. Diese sind jedoch auf die Standorte begrenzbar und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen vermeid-, minder- bzw. bewältigbar. Folgende Risiken wurden identifiziert: - Umweltrisiken: Typische Risiken von Baustellen so wie Kraftstofflecks und unzureichende Abfallentsorgung; Verschmutzung durch Düngemittel und Pestizide; verminderte Wasserverfügbarkeit. - Sozial-, Gesundheits- und Arbeitssicherheitsrisiken: Risiko sozialer Konflikte, insb. zwischen Landwirten und Viehhalter; Risiken im Hinblick auf die Gewährleistung guter Arbeitsbedingungen (angemessene Entlohnung, etc.); gesundheitliche Risken durch Pflanzenschutzmittel. Umsiedlung ist nicht erwartet. Die Analyse der ökologischen und sozialen Risiken sowie die entsprechenden Präventions-, Minderungs- oder Kompensierungsmaßnahmen müssen in einer im Rahmen einer Umwelt- und Sozialscopingstudie (Cadre de Gestion Environnementale et Sociale - CGES) dokumentiert werden. Angesichts der geplanten Maßnahmen ist zu erwarten, dass für die allermeisten Projektstandorte bzw. Aktivitätentypen keine detaillierte Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie erforderlich sein wird. Für den Großteil der Aktivitäten ist von einem mittleren Risiko auszugehen (z. B. Einrichtung und Betrieb von Steinbrüchen, Rehabilitierung von Bewässerungskanälen) und nur eine vereinfachte Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie (Notice d'Impact Environnemental et Social - NIES) zu erarbeiten.
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