Libanon, BONO - UNICEF Libanon WASH-ENERGY Nexus II
Der im September 2024 eskalierte Konflikt zwischen Hisbollah und Israel hat die Wasserinfrastruktur im Süden, Osten und in Beirut stark beschädigt. Gleichzeitig führt der Machtwechsel in Syrien zu wechselnden Migrationsbewegungen und politischen Spannungen im Libanon, während eine extreme Dürre im Jahr 2025 die Wasserversorgung, Landwirtschaft und Umwelt zusätzlich stark belastet. Ziel des Vorhabens ist einen Beitrag zu kurzfristigen Beschäftigungsmöglichkeiten zu leisten. Durch arbeitsintensive Maßnahmen zur Verbesserung der Wasser-/Abwasserinfrastruktur werden kurzfristige Beschäftigungs- und Einkommenseffekte für die Zielgruppe erreicht, Lebensperspektiven der Bevölkerung verbessert und die soziale Kohäsion zwischen verschiedenen Gruppen gestärkt. Durch den zusätzlichen Einbezug von PV-Anlagen leistet das Vorhaben zudem einen Beitrag zur Mitigation des Klimawandels und zur Just Transition. Konkrete Maßnahmen umfassen die Schaffung von 2.504 kurzfristigen Arbeitsplätzen, den arbeitsintensiven Bau von mindestens acht Infrastrukturprojekten (Output 1) sowie die Verbesserung der Managementkapazitäten im Wassersektor für mindestens vier Wasserversorgungssysteme und einen Grundwasserspeicher (Output 2). Die Zielgruppe umfasst die vulnerable libanesische Bevölkerung sowie vulnerable syrische und palästinensische Geflüchtete, die jeweils an den arbeitsintensiven Maßnahmen partizipieren und von einer verbesserten Wasserver- und Abwasserentsorgung profitieren. Empfänger und Träger des Projekts ist UNICEF.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Die Risiken beschränken sich im Wesentlichen auf Arbeitssicherheit und Arbeitnehmerrechte auf Baustellen sowie temporäre und umkehrbare Auswirkungen auf die Anwohner aufgrund der Baustellen. Darüber hinaus gibt es Risiken im Zusammenhang mit dem Bau der PV-Anlagen, vor allem in Bezug auf die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, aber auch Umweltverschmutzungsrisiken, die sich aus der Entsorgung der gebrauchten Batterien und Solarpanelen ergeben, wenn eine netzunabhängige Lösung in Betracht gezogen wird. Da auf von Kampfhandlungen betroffenen Gebieten gearbeitet werden wird, UNICEF hat bereits in den Vorphasen eine UXO-Risikomitigationsansatz umgesetzt. Obwohl sich diese Auswirkungen voraussichtlich auf den Bereich des jeweiligen direkten Projektgebietes beschränken und in den meisten Fällen reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren, d.h. auf standortspezifische Risikobewertungen aufbauend werden Umwelt- und Sozialmanagementpläne für die einzelnen Projektkomponenten erstellt und als verpflichtender Bestandteil in Bauverträge aufgenommen und während der Umsetzung überwacht. UNICEF setzt den bereits etablierten Beschwerdemechanismus und Stakeholder Engagement um.
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