Ländliches Entwicklungsprogramm Laos IV
Mit dem Vorhaben soll ein Beitrag zur Verbesserung der sozioökonomischen Lebensbedingungen sowie der Klimaresilienz der oft armen ländlichen Bevölkerung in den nördlichen Provinzen Houaphan und Phongsaly in Laos geleistet werden, welche besonders von Folgen des Klimawandels sowie Abgeschiedenheit während der Regenzeiten betroffen sind. Durch eine verbesserte Konnektivität des ländlichen Wegenetzes können sowohl Handelswege z.B. für Tee und Kaffee, und Märkte, als auch wichtige öffentliche Dienstleistungen, wie Gesundheitsstationen und Schulen das ganze Jahr über erreicht werden. Dies trägt maßgeblich zur Armutsreduktion und Wirtschaftsentwicklung in den Zielgebieten bei. Darüber hinaus wird die Nachhaltigkeit der Investitionen in den Programmprovinzen durch ergänzende Qualifizierungsmaßnahmen, z.B. durch die Etablierung von Village Maintenance Committees (VMC), und gezielte Klimaanpassungsmaßnahmen unterstützt. Die Kapazitäten der Projektträger werden durch gezielte Aus- und Fortbildungsmaßnahmen in den Bereichen Projektmanagement, Instandhaltung und Klimaanpassung gestärkt..
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt ist gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" (moderates Risiko) eingeordnet. Moderate, negative Auswirkungen und Risiken auf AnwohnerInnen und ArbeiterInnen sind während der Bauphase zu erwarten, aber mit Standardlösungen vermeid- und/ oder minderbar. Vorhabenbedingte Umwelt- und Sozialrisiken umfassen Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für ArbeiterInnen, beispielsweise bei Arbeiten mit schwerem Gerät. AnwohnerInnen wiederum sind von baulichen Beeinträchtigungen (Lärm, Staub, Baustellenverkehr) sowie in geringem Maße Einschränkungen infolge der Inanspruchnahme wirtschaftlich genutzter Flächen betroffen. Auch Risiken zu Landminen und UXO sind besonders zu Beginn der Wegebauarbeiten bei ggf. erforderlichen Straßenerweiterungen nicht auszuschließen, jedoch durch geeignete Vorsorge- und Managementmaßnahmen einhegbar. Mit Hilfe projektspezifischer Umwelt- und Sozialmanagementpläne und/ oder Umwelt- und sozialen Verhaltenskodexen werden die beschriebenen Auswirkungen, die sich auf die Projektgebiete beschränken und in den meisten Fällen reversibel sind, auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren Minderungsmaßnahmen umgesetzt und überwacht. Dies beinhaltet auch die Einführung eines Beschwerde-Mechanismus für ArbeiterInnen und andere vom Projekt betroffene oder interessierte Menschen.
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