Ländliche Wasserver- und Abwasserentsorgung Adscharien II
Das Vorhaben Ländliche Wasservers- und Abwasserentsorgung Adscharien - Georgien (Phase II) deckt insbesondere den Mittelmehrbedarf, der durch erhebliche Kostensteigerungen und Zeitverzögerungen ist. Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung der Wasserversorgung sowie der Abwasserentsorgung der Bevölkerung in den semiurbanen und ländlichen Gebieten Adscharien hinsichtlich Nachhaltigkeit, Zugang und Versorgungs- / Entsorgungssicherheit. Dieses Ziel soll durch Investitionsmaßnahmen zur Rehabilitierung der bestehenden sowie der Implementierung von neuer Wasser- und Abwasserinfrastruktur erreicht werden. Das Vorhaben stellt eine Ergänzung des bislang auf die Stadt Batumi und ihr Umland begrenzten Vorhabens "Kommunale Infrastruktur Georgien" dar. Entwicklungspolitisches Ziel des Vorhabens ist, durch die Verbesserung der Versorgung der semiurbanen und ländlichen Bevölkerung Adscharien mit effizienten, umwelt- und klimafreundlichen, nachhaltigen und verbrauchsorientierten kommunalen Wasserver- und Abwasserentsorgungsdienstleistungen einen Beitrag zum EZ Programm im Governance Sektor zu leisten.
Durch die Programmmplementierung des Gesamtvorhabens sollen davon als direkte Zielgruppe rd. 29.000 Menschen Zugang zu einer sicheren Wasserversorgung sowie rd. 28.000 Menschen Zugang zu einer sicheren Abwasserentsorgung erhalten. Die Projektmaßnahmen umfassen die Implementierung bzw. Rehabilitierung der kommunalen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in der Projektregion sowie die notwendigen Consultingleistungen. Träger des Vorhabens ist die Adscharische Regierung, die sich bei der Projektdurchführung und dem Abschluss der Projektverträge durch die von ihr und den adscharischen Gemeinden gegründete Ajara Water Alliance (AWA) vertreten lässt. Der Betrieb der Anlagen soll mit Unterstützung der AWA durch die kommunalen Wasserbetriebe bzw. für kleinteilige dezentrale Systeme unter Einbindung von Nutzergruppen erfolgen.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Bei dem Vorhaben handelt es sich um eine Aufstockung für ein Projekt zur Verbesserung der Wasserver- und Abwasserentsorgung in den semi-urbanen und ländlichen Gebieten von Adjarien / Georgien. Hier soll die kommunale Wasserversorgung (Trinkwassergewinnung, -aufbereitung und -leitung) sowie die Abwasserentsorgung (kleinere und dezentrale Abwasserbehandlungsanlagen und Kanalisation) erneuert bzw. neu eingerichtet werden. Das Projekt unter Berücksichtigung von georgischer Gesetzgebung sowie der KfW-Nachhaltigkeitsrichtline (einschließlich internationaler Standards wie die Weltbank-Environmental und Social Standards, ILO-Standards etc.) geplant, gebaut und betrieben. Neben Baugenehmigungen ist für die dezentralen Abwasserbehandlungsanlagen ist gemäß der georgischen Behörden eine Umweltgenehmigung erforderlich. Um die Einhaltung der Standards zu gewährleisten, wird für das Projekt wird eine Umweltverträglichkeitsstudie entwickelt (engl.: ESIA- Environmental und Social Impact Assessment) und hierauf aufbauend ein Umweltmanagementplan (engl.: ESMMP- Environmental and Social Management and Monitoring Plan), sowie ein Stakeholder Engagement Plan. Diese Dokumente werden durch einen internationalen Durchführungsconsultant erstellt. Die wesentlichen Umwelt- und Sozialrisiken sind: Landerwerb und Dienstbarkeit, baustellentypische Risiken wie Arbeitssicherheit, Lärm, Staub, Abfälle etc.), sowie generell ordnungsgemäße Entsorgung. Die Minderung der Risiken und Auswirkungen gemäß des ESMMP und die Umsetzung des Stakeholder Engagements einschließlich eines Beschwerdemechanismus wird kontinuierlich durch den Durchführungsconsultant überwacht und der KfW berichtet.
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