Ländliche Entwicklung und Stabilisierung durch Bewässerung (PARC)
Kernproblem:
Das Kernproblem, welches das Vorhaben adressiert, ist die Zunahme der sozialen Ungleichheiten und Verschärfung der Ernährungsunsicherheit im Norden Togos, u.a. durch unzureichendes Wassermanagement in Zeiten des Klimawandels.
Modulziel:
Ziel des Vorhabens, welches von der togoischen Agence de Transformation Agricole umgesetzt wird, ist es, durch die Steigerung und Diversifizierung der landwirtschaftlichen Wertschöpfung durch die erhöhte Nutzung des Bewässerungspotenzials einen Beitrag zur Resilienz der vulnerablen Bevölkerung und zur Stabilisierung im Norden Togos zu leisten.
Komponenten der aktuellen Phase:
Komponente 1: Nachhaltige, partizipative und inklusive Sanierung der Wasserrückhaltebecken und der damit verbundenen Infrastruktur
Komponente 2: Nachhaltige Steigerung der Produktivität von landwirtschaftlichen, pastoralen, forstwirtschaftlichen und Fischzuchtbetrieben mit Schwerpunkt auf Frauen und junge Menschen
Komponente 3: Erhöhung und Diversifizierung des Einkommens der ländlichen Bevölkerung, insbesondere von Frauen und jungen Menschen
Komponente 4: Stärkung der Selbstbestimmung von Frauen
Zielgruppe:
Die Zielgruppe des Vorhabens ist die ländliche Bevölkerung im Norden Togos. Die Zielgruppe beschränkt sich ausdrücklich nicht nur auf Landwirt/innen, sondern schließt auch Agro-Pastoralist/innen, sesshafte und transhumante Viehzüchter/innen sowie ggf. weitere Nutzer/innen der Wasserrückhaltebecken mit ein. Ein besonderer Schwerpunkt wird in allen Komponenten des Projekts auf die Förderung von Frauen und jungen Menschen gesetzt, die als besonders vulnerabel gelten und über den schlechtesten Zugang zu Ressourcen, u.a. Land, verfügen.
Region / Ort:
Das Vorhaben zielt insbesondere auf die Regionen Savanes und Kara, die ärmsten Regionen Togos.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben, das zusammen mit der Agence Française de Développement durchgeführt wird, wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" (moderates Risiko) eingestuft und könnte potenziell moderate negative Auswirkungen in Bezug auf Umwelt und soziale Belange mit sich bringen, die in der Regel aber reversibel und lokal begrenzt sind und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen gemindert werden können. Zu den Risiken gehören insbesondere die für kleine und mittlere Baustellen üblichen Arbeitssicherheitsrisiken (durch Baufahrzeuge, schweres Gerät, Staub, Lärm, etc.) sowie das Risiko der Zunahme von Krankheiten, die durch Insekten übertragen werden, die durch die Stauseen bessere Vermehrungsbedingungen vorfinden (v. a. Malaria). Zudem ergeben sich Herausforderungen im Hinblick auf die adequate Berücksichtigung vulnerabler Gruppen bei der Nutzung der Produkte und Dienstleistungen des Vorhabens. In einem Rahmen-Umweltmanagementplan (Cadre de Gestion Environnementale et Sociale) wurden die Umwelt- und Sozialrisiken sowie geeignete Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Minderung der negativen Auswirkungen beschrieben. Darüber hinaus wurde ein Plan zur Vorgehensweise bei ggf. erforderlichen Entschädigungen erarbeitet. Auf Basis dieser Rahmendokumente wird nun für jeden einzelnen Projektstandort eine Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie durchgeführt und ein standortspezifischer Umwelt- und Sozialmanagementplan erstellt, der auch eine umfassende Beteiligung der Betroffenen vorsieht und einen Beschwerdemechanismus beinhaltet. Die Verantwortung für die Umsetzung dieser Maßnahmen liegt beim Projektträger (togoisches Wasserministerium) und den Bauunternehmen.
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