Ländliche Entwicklung entlang von Kleinstspeicherbecken, Phase II - Zuschuss

Durch das FZ-Modul DARAL II sollen Kleinstspeicherbecken oder vergleichbare Infrastruktur rehabilitiert und verstärkt werden. Zudem sollen durch komplementäre Beratungs- und Investitionsmaßnahmen die produktive Nutzung der Kleinstspeicherbecken erleichtert und die Lebensbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten der Menschen in der Projektregion verbessert werden. Das Projekt wird durch ein EU-Mandat kofinanziert.
Die konkreten Einzelmaßnahmen des Moduls werden in einem partizipativen Prozess (Erstellung von lokalen Aktionsplänen für ein Integriertes Wasserressourcenmanagement) mit der Bevölkerung und den tunesischen Partnern erarbeitet. Sie werden hier nur beispielhaft genannt:
1. Rehabilitierung oder Erweiterung der Kleinstspeicherbecken bzw. der vergleichbaren Infrastruktur;
2. Maßnahmen zur Verbesserung der Inwertsetzung der Wasserressourcen und des Betriebs (z. B. Rehabilitierung oder Installation von Pumpen und anderer Bewässerungsinfrastruktur, Ausstattung der Nutzergruppen);
3. Ressourcenschutzmaßnahmen und Maßnahmen zur Förderung der Lebensdauer der Speicherbecken (z. B. Aufforstung zum Erosionsschutz);
4. Komplementäre Maßnahmen zur Förderung der ländlichen Entwicklung und Beschäftigung (z. B. ländlicher Wegebau, Schaffung von Lagerkapazitäten, Mikroprojekte zur Einkommenssteigerung, Trink- und Abwassermaßnahmen, Verbesserung bestehender Schulen und/oder Gesundheitsstationen).
5. Aus- und Weiterbildung für die Zielgruppe (insbesondere für landwirtschaftliche Aktivitäten und Begleitung der einkommenssteigernden Maßnahmen), die Nutzergruppen der Wasserinfrastruktur, sowie die Administration zur Kapazitätsstärkung in der Projektumsetzung und zum nachhaltigen Management der bereitgestellten Infrastruktur.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben unterstützt umfassende Rehabilitierungsmaßnahmen und Erweiterungen von Kleinstspeicherbecken sowie komplementäre Entwicklungsmaßnahmen. Dadurch sollen wesentlichen Lebens- und Existenzgrundlagen der Menschen geschützt und gestärkt werden. Über die verbesserten Wasserversorgung in der Landwirtschaft wird direkt die sozio-ökonomische Entwicklung der Menschen gefördert. Es werden wichtige Arbeitsplätze in der Landwirtschaft erhalten und die Entstehung von neuen Beschäftigungsmöglichkeiten begünstigt. Das Vorhaben wird entsprechend der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW in die UVSP-Kategorie B (moderate Risiken) eingeordnet. Anwohner könnten von baulichen Beeinträchtigungen wie Lärm, Staub oder Baustellenverkehr, Gefahrenquellen auf dem Baugrundstück (Wasserteiche, -kanäle, Baustellengerät etc.) sowie möglicherweise durch temporäre wirtschaftliche Einschränkungen infolge der Inanspruchnahme wirtschaftlich genutzter bzw. besiedelter Flächen betroffen sein. Leckagen bei Baugeräten, Verunreinigungen durch unkontrollierte Versickerung von Schadstoffen in Grund- und Oberflächenwasser oder die nicht-sachgemäße Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel, Versalzung von Böden sowie die nicht-umweltgerechte Entsorgung von Baustellenabfall könnten zudem zu ökologischen Schäden führen. Es wird ein Rahmenmanagementplan für diese Risiken für das Programm erstellt werden und, um eventuelle Risiken effektiv zu vermeiden, mindern oder auszugleichen. Die Verantwortlichkeit hierfür sowie für das Stakeholder Engagement und die Erstellung und Implementierung eines projektspezifischen Beschwerdemechanismus liegt beim Projektträger.

Land / Region / Institution Tunesien
Nummer 38073
Schwerpunkt Wasser und Abfall
Sektor 14040 - Flußgebietsentwicklung und -regulierung
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber European Commission (EC), Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 23 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner MINISTERE DE L'AGRICULTURE, DES RESSOURCES HYDRAULIQUES
Zuständige Abteilung Nordafrika und Sahel

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