Küstenschutzprogramm Mekong Delta - Phase II
Das Mekong Delta, auch oft die "Reiskammer" Vietnams genannt, ist aufgrund seiner geringen Höhe und absinkenden Ebenen eines der klimagefährdetsten Deltas der Welt. Die Flächen sinken ab, weil eine massive Entnahme des Grundwassers, Sedimentmangel durch Staudämme und Sandabbau den Boden verdichtet und abträgt. Der Anstieg des Meeresspiegels und extreme Wetterereignisse drohen, bis zum Ende des Jahrhunderts bis zu 68 % des Deltas zu überfluten, was eine enorme Bedrohung für die Landwirtschaft, die Infrastruktur und die Lebensgrundlagen darstellt.
Ziel des Projekts ist es, die Küstengebiete in der Projektregion (westliches Mekong Delta von den negativen Auswirkungen des Klimawandels zu schützten. Dies wird dazu beitragen, Mangrovenwälder und landwirtschaftlich genutzte Küstengebiete zu schützen und zu regenerieren, Schutzwälder schrittweise wiederherzustellen und Lebensgrundlagen und wirtschaftliche Entwicklung in Küstengemeinden im Projektgebiet zu erhalten. Die Gesamtkosten für das Vorhaben werden auf rund 46,6 Mio. EUR geschätzt, von denen bis zu 30 Mio. EUR über ein zinsverbilligtes Darlehen, bis zu 5,3 Mio. EUR über eine Begleitmaßnahme und rund 11,3 Mio. EUR über vietnamesische Eigenmittel finanziert werden sollen. Kreditnehmer ist die Regierung der Sozialistischen Republik Vietnam, vertreten durch das Finanzministerium. Träger des Vorhabens sind die Projektprovinz An Giang, durch das Provinzvolkskomitee (PPCs) vertreten und das Ministry of Agriculture and Environment auf nationaler Ebene.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Die Hauptrisiken des Projekts entstehen beim Bau von marinen Schutzwällen und umfassen Arbeitssicherheitsrisiken und die Auswahl der Standorte zur Rehabilitierung. Erstere können durch die üblichen OHS-Maßnahmen für Bauarbeiten minimiert werden. Etwaige Landnutzungsbeschränkungen werden in gemeindebasierten Beteiligungsprozessen festgelegt und das damit verbundene Risiko ist als gering einzuschätzen und kann durch die Etablierung eines Entschädigungs- und Beschwerdemechanismus mitigiert werden. Da es sich um ein vergleichsweise großes Projektgebiet in verschiedenen Gemeinden und unter Obhut verschiedener Verwaltungseinheiten handelt, wird das Projekt als B+ kategorisiert. Es werden ein Environmental and Social Management Framework (ESMF) und ein Community Engagement and Planning Framework (CEPF) sowie technische Guidelines zur Wahrung des Rechts auf freie, vorherige und informierte Zustimmung (FPIC) bei partizipativen Landnutzungs- und -Planungsprozessen umfassen. Auf dieser Basis werden Environmental and Social Management Pläne entwickelt, die konkrete Mitigationsmaßnahmen für die einzelnen Projektabschnitte enthalten. Für das Projekt wird ein Beschwerdemechanismus eingerichtet.
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