Krisenintervention Syrische Flüchtlinge II

Der andauernde Bürgerkrieg in Syrien führt zu einem ansteigenden Zustrom von Flüchtlingen in die Nachbarländer. Anfang März 2013 waren insgesamt etwa eine Million Menschen offiziell bei der UN registriert, davon jeweils rund 350.000 Menschen in Jordanien und in Libanon. Nachdem die ersten Flüchtlingswellen in der Bevölkerung von Städten und Gemeinden aufgenommen wurden, hat Jordanien im Juli 2012 mit dem Aufbau des ersten Flüchtlingslagers in Zaatari begonnen, weitere Flüchtlingslager sollen in Kürze eröffnet werden. Der Zuzug belastet die ohnehin knappen Ressourcen und soziale Infrastruktur in den nördlichen Gouvernoraten Jordaniens und in grenznahen Bezirken Libanons. Es ist davon auszugehen, dass sich die Lage in den nächsten Monaten durch weiteren Zuzug weiter verschärft.
Das Ziel der FZ-Maßnahme ist die Verbesserung der Basisinfrastruktur und Zugang der Flüchtlinge zu Grundbildung, nachhaltiger Wasser- und Sanitärversorgung, Kinderhilfsmaßnahmen und Betreuung sowie Basisgesundheitsversorgung. Die Maßnahmen fokussieren auf Gebiete mit hoher Flüchtlingspräsenz. Die Zielgruppe besteht sowohl aus syrischen Flüchtlingen in Lagern und Kommunen sowie auch der einheimischen Bevölkerung in den aufnehmenden Kommunen.
Die Gesamtkosten des Regionalvorhabens werden von UN-Organisationen seit Beginn bis Juni 2013 vorläufig auf ca. 1.050 Mio. USD geschätzt. Mit der vorgelegten Prüfung über 5 Mio. EUR wird in Fortsetzung des deutschen Beitrags für Jordanien in 2012 der neue Finanzierungsbedarf von UNICEF im Jahr 2013 in Teilen finanziert (5,0 Mio. EUR), davon 90% für die Wasser- und Abwasserversorung in Zaatari und Azraq sowie 10% für Kinderschutzmaßnahmen.

Land / Region / Institution Jordanien
Nummer 31775
Schwerpunkt Sonstige
Sektor 72010 - Materielle Nothilfe
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 5 Mio. EUR
Status abgeschlossen
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS CHILDREN'S FUND
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

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