Kommunalentwicklungsfonds (FDC) IV
Hauptziel des FZ-Vorhabens Dezentralisierung und Kommunalentwicklung (Fonds de Développement Communal) Phase IV ist die Bereitstellung kommunaler sozialer und ökonomischer Infrastruktur auf Basis der Nachfrage seitens der Bevölkerung und der Binnenflüchtlinge. Als Nebenziel soll die Verbesserung der kommunalen Governance, des sozialen Zusammenhalts der Zielgruppen und des verbesserten Zugangs für Mädchen und Frauen erreicht werden.
Die Maßnahmen verteilen sich auf 2 Projektträger:
1. Den nationalen Kommunalentwicklungsfonds für Gebietskörperschaften "Agence Nationale d'Appui au Développement aux Collectivités Territoriales (ADCT)" mit kommunalen Investitionen in den Regionen Est, Centre-Est, Plateau Central und Sud-Ouest.
2. Den privaten "Fonds d'Investissement des Collectivités Décentralisées (FICOD)" als Durchführungseinheit der pan-afrikanischen Ecobank mit der Finanzierung
a) ausgewählter Projekte in den Regionen Est, Centre-Est und Sud-Ouest und
b) eines Programms zur Unterstützung von 7 Sekundärstädten mit einem hohen Anteil an Binnenflüchtlingen, um diese Städte mit dringend benötigter Infrastruktur zu versorgen und zu einem friedlichen Zusammenleben in diesen Gemeinden beizurtagen.
Die investiven Maßnahmen umfassen kommunale Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, Wasserversorgungsstellen, Marktinfrastruktur, Busbahnhöfe und kommunale Infrastruktur für ein besseres Zusammenleben der aufnehmenden Bevölkerung und der Binnenflüchtlinge. Vorgesehen sind begleitende Maßnahmen zur sozialen Kohäsion und Integration der Binnenflüchtlinge.
Die Kosten des Vorhabens werden auf insgesamt 25,5 Mio. Euro geschätzt, davon 24,7 Mio. Euro als FZ-Zuschuss und 0,8 Mio. Euro als Eigenbeitrag der Gemeinden.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wird gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Typische Umweltauswirkungen, die vor allem während der Bauphase von kleinen bis mittleren Infrastrukturmaßnahmen zu erwarten sind, betreffen z.B. Lärmentwicklung und Verschlechterung der Luftqualität oder den Verlust von Vegetationsflächen. Soziale Risiken umfassen möglicherweise die nicht intendierte Verschärfung von lokalen Konflikten oder die Gefährdung von Gesundheit und Sicherheit der Anwohner (z.B. durch Krankheiten). Der Partner ist zur Erstellung eines Rahmenplanes für das Umwelt- und Sozialmanagement verpflichtet und muss die KfW unverzüglich über umwelt- und sozialrelevante besondere Vorkommnisse informieren. Zusätzlich wird ein Umsiedlungsrahmenplans für das Vorhaben angefertigt, um potenziell negative Auswirkungen von Landnutzungseinschränkungen auf die Einkommensmöglichkeiten der lokalen Bevölkerung berücksichtigen zu können. Physische Umsiedelungen als Folge von Baumaßnahmen werden durch die Standort- und Projektauswahl vorab ausgeschlossen.
Seite teilen
Um die aktuellen Seiteninhalte mit Ihrem Netzwerk zu teilen, klicken Sie auf den untenstehenden Button und wählen anschließend die gewünschte Option im Dialog aus.
Hinweis zum Datenschutz: Durch das Klicken auf den Button wird die Teilen-Funktion Ihres Browsers genutzt. Wenn Sie beim Teilen einen externen Anbieter auswählen, können persönliche Daten vom Anbieter verarbeitet werden. Lesen Sie dafür unsere Datenschutzgrundsätze.
Ihr Browser unterstützt das Teilen mit externen Diensten nicht.
Alternativ können Sie auch den Kurz-Link kopieren: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/s/dezK4R
Link kopieren Link kopiert