Kommunale Infrastruktur Phase V Teil II (Wassersektor Performance- und Investitionsprogramm)

Albanien ist auf dem Weg einer fortschreitenden EU-Annäherung. Dabei stellt insbesondere das Kapitel 27 (Umweltkapitel) eine besondere Herausforderung dar.
So spielt vor allem das Potential einer nachhaltiger Stadtentwicklung eine große Rolle, um positive Beiträge zum Klimaschutz und zum Schutz der Umwelt leisten zu können. Ziel des geplanten Vorhabens ist es, nachhaltige, effiziente und umwelt- und klimafreundliche Investitionen in die kommunalen Wasserver- und Abwasserentsorgungsysteme zu tätigen und damit einen Beitrag zur (i) Umsetzung des Acquis Communautaire und damit zur Vorbereitung Albaniens auf einen möglichen EU-Beitritt, (ii) Verbesserung der Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung und (iii) Etablierung klimafreundlicher und umweltschonender Wasserver- und Abwasserentsorgungssysteme zu leisten. Das Vorhaben trägt damit zum Erreichen der SDGs im Umweltbereich und zur Umsetzung des European Green Deals bei.

Innerhalb des Projekts soll die Sicherstellung einer zuverlässigen und hygienisch unbedenklichen Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung in ausgewählten Programmstädten Albaniens zu kostendeckenden und sozialverträglichen Preisen sowie die Gewährleistung einer akzeptablen Siedlungshygiene durch die ordnungsgemäße Abwasserentsorgung - bei gesteigerter Leistungsfähigkeit/Kostendeckung der Versorgungsunternehmen - sichergestellt werden.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Basierend auf dem Screening- und Kategorisierungsprozess gemäß der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW wurde die vorgeschlagene Maßnahme der finanziellen Zusammenarbeit als Projekt der Kategorie "B" eingestuft. Das Projekt wurde hauptsächlich aufgrund der folgenden Hauptrisiken und -auswirkungen als Kategorie B eingestuft: - Die Bauarbeiten finden hauptsächlich in bestehenden Siedlungen statt (z.B. Austausch des Rohrnetzes in bestehenden Straßen). Der einzige Bedarf an zusätzlichem Land besteht bei neuen Kläranlagen (5-15 ha), die nicht weit von Siedlungen entfernt enstehen sollen. - Die Bauarbeiten werden hauptsächlich mit schwerem Gerät (hohes Risiko für Verletzungen, Lärm, Vibrationen, Verkehr usw.) durchgeführt, das die Bevölkerung während der normalen Arbeitszeit beeinträchtigt. - Es wird kein soziales Risiko durch mögliche negative Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung erwartet. - In bis zu 11 Städten mit mehreren kleinen Baustellen besteht ein Gesundheits- und Sicherheitsrisiko für die Arbeiter auf den Baustellen. - Während der Bauarbeiten treten vorübergehend begrenzte negative Auswirkungen auf die Umwelt auf. Nach der Fertigstellung hat die Maßnahme jedoch eine positive Auswirkung. Eine intensivierte Bewertung der ökologischen und sozialen Auswirkungen wurde durchgeführt. Ein spezialisierter Consultant bewertete die ökologischen und sozialen Rahmenbedingungen in Albanien (die Ergebnisse liegen als Bericht für das Programm vor). Zusätzlich zu dieser allgemeinen Studie für Albanien werden spezifische UVP für die betreffenden Projektstandorte ausgearbeitet. Es wurden Maßnahmen zur Minderung und Beseitigung negativer Risiken und Auswirkungen ermittelt, die während der Durchführung des Programms weiter aktualisiert werden. Diese sind von der PEA und dem Umsetzungsberater genau zu überwachen und der KfW regelmäßig zu melden, um sicherzustellen, dass die Programme während der gesamten Projektlaufzeit den nationalen Rechtsvorschriften und den Anforderungen der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie entsprechen.

Land / Region / Institution Albanien
Nummer 44911
Schwerpunkt Wasser und Abfall
Sektor 14020 - Wasser-, Sanitärver. und Abwassermanagement
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Entwicklungskredit
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 50 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner GENERAL DIRECTORATE OF WATER S UPPLY AND SANITATION
Zuständige Abteilung Europa und Kaukasus

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