Klimaanpassung im Himalaya - Zuschusskomponente II

Aufgrund von unkontrollierter Abholzung, fehlender Investitionen für nachhaltige Waldbewirtschaftung und klimabedingten Veränderungen stehen die indischen Bundesstaaten in der Himalaya-Region vor der Herausforderung der Degradierung von Wald- und Wassereinzugsgebieten. Ziel des FZ-Programms ist die Einführung nachhaltiger, klimaangepasster und partizipativer Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen in ausgewählten indischen Bundesstaaten. Die Zielgruppe des FZ-Programms ist die ländliche Bevölkerung. Projektträger jeweiligen Forstverwaltungen.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Da es sich um ein Vorhaben zur Stärkung klimaresilienter Waldflächen und nachhaltiger Nutzungspraktiken handelt, werden lediglich geringe umweltbezogene Risiken im Kontext der Projektaktivitäten erwartet. Investive Maßnahmen konzentrieren sich maßgeblich auf den ländlichen Raum und größere Bauarbeiten oder Überwachungsmaßnahmen und Strafvollzug, u.a. durch staatliche Akteure, sind nicht vorgesehen. Standorte bzw. Maßnahmen, die physische Umsiedlungen oder Landkonflikte verursachen könnten, sind zudem von einer Unterstützung ausgeschlossen. Stattdessen verfolgt das Projekt einen strikt partizipativen und inklusiven Ansatz, der bei Landnutzungsplanung und Ausweisung von Schutzflächen sowohl oft nicht formalisierte Besitz- und Nutzungsansprüche stärkt, besonders benachteiligte Gruppen bei Entscheidungsprozessen und der Bereitstellung nachhaltiger Lebensgrundlagen unterstützt und gemäß des Rechts auf freie, vorherige und informierte Konsultation und Zustimmung (Free, Prior and Informed Consent, FPIC) durchgeführt wird. Trotz des partizipativen Ansatzes wurde das Vorhaben dennoch der USVP-Risikokategorie B+ (erhöhte Umwelt- und Sozialrisiken) zugeordnet, nachdem mit einigen Projektaktivitäten signifikante soziale Risiken verbunden sein können, bspw. im Zusammenhang von Nutzungs- und Zugangsbeschränkungen, der Betroffenheit ethnischer Minderheiten sowie machtpolitischer Asymmetrien in lokalen Entscheidungsprozessen und damit verbundenen Verteilungs- und Verfahrensgerechtigkeitsrisiken. Zudem verfügen Umsetzungspartner über lediglich geringe Kenntnisse und Kapazitäten in der Anwendung internationaler Umwelt- und Sozialstandards. Dem Risikoprofil des Vorhabens entsprechend werden die jeweiligen Projektpartner bei der Projektvorbereitung und -umsetzung durch einen Implementierungsconsultant unterstützt, der neben der technischen Projektumsetzung auch die Konzeption und Anwendung risikoadäquater Safeguard-Instrumente nachhalten wird, inkl. Trainings und Berichterstattung. Die für das Projekt relevanten Safeguard-Instrumente umfassen einerseits ein Community Engagement and Planning Framework (CEPF) zur Beteiligung, Teilhabe und Mitsprache lokaler Gemeinden, welches sowohl FPIC Vorgaben sowie Ansätze zur Adressierung von Nutzungsrestriktionen und der Wiederherstellung eingeschränkter Lebensgrundlagen umfasst. Andererseits werden technische Umweltschutz- und Arbeitssicherheitsaspekte, die im Zuge kleinteiliger Baustellen und investiver Maßnahmen Relevanz haben, über ein Environmental and Social Management Framework (ESMF) adressiert. Niedrigschwellige Beschwerdemechanismen werden im Zuge der Beteiligungs- und Planungsprozesse in allen teilnehmenden Gemeinden etabliert bzw. auf bestehenden institutionellen Gegebenheiten aufgebaut, um faire und konsensuale Konfliktlösungen für etwaige Beschwerden zu ermöglichen.

Land / Region / Institution Indien
Nummer 38341
Schwerpunkt Umwelt und Klima
Sektor 41010 - Umweltpolitik und -verwaltung
USV-Kategorie B+
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 4 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner MANIPUR FOREST DEPARTMENT GOVERNMENT OF MANIPUR
Zuständige Abteilung Asien

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