Klimaangepasste Infrastrukturplanung im Wassersektor

Mit einer verfügbaren Wassermenge von 65 m3 pro Jahr und Einwohner gehört Jordanien bereits jetzt zu den wasserärmsten Ländern der Welt. Während in den kommenden Jahren der Wasserbedarf steigen wird, wird mit einem weiteren klimawandelbedingten Rückgang der Wasserressourcen gerechnet. Um langfristig das Menschenrecht der jordanischen Bevölkerung auf eine angemessene Wasser- und Sanitärversorgung sicherzustellen, ist eine effiziente Nutzung der Wasserressourcen unabdingbar. Grundvoraussetzung hierfür ist die Einführung sowie Umsetzung einer Wasserwirtschaftsplanung im jordanischen Wassersektor.
Aufbauend auf den Ergebnissen laufender Vorhaben der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der United States Agency for International Development (USAID) zur Erstellung eines nationalen Wassermasterplans sollen im Rahmen dieses Moduls ein Abwasserreinigungskonzept für die Städte Amman und Zarqa erstellt und auf Machbarkeit geprüft werden. Ziel des Moduls ist es, einen Beitrag zu einer aus strategischen Wasserwirtschafts- und Infrastrukturplanung abgeleiteten, nachhaltigen und effizienten Bewirtschaftung der knappen Wasserressourcen in Jordanien zu leisten.
Neben dem Ressourcenschutz soll die verbesserte Planung der Abwasserinfrastruktur wesentliche Elemente des Good Governance sowie die Erhöhung der Anpassungskapazität Jordaniens an den Klimawandel fördern.
Das Modulziel soll durch den Einsatz eines internationalen Consultingunternehmens erreicht werden, welches den Projektträger bei der Erstellung der klimaresilienten Abwasserinfrastrukturplanung unterstützen soll.
Projektträger ist die dem Wasserministerium (Ministry of Water and Irrigation) nachgeordnete nationale Wasserbehörde (Water Authority of Jordan), die bereits ein langjähriger Partner der deutschen Finanziellen Zusammenarbeit ist. Zur Finanzierung des Consultingeinsatzes soll ein Zuschuss i.H.v. 3 Mio. EUR bereitgestellt werden.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Der Masterplan dient der Identifizierung von Maßnahmen für die Trinkwasser- und Abwasserinfrastruktur Jordaniens. Der Masterplan entwickelt hierfür regional abgestimmte Konzepte zur Nutzung von Wasserressourcen und deren Verteilung sowie Konzepte zur Abwasserentsorgung und zentraler Behandlung auf Kläranlagen. Dabei werden grob Standorte für die Wasserproduktion und für Kläranlagen sowie für Versorgungsnetze definiert. Auf dieser Basis erfolgt ein erstes Screening hinsichtlich der Umwelt- und Sozialverträglichkeit des regionalen Konzeptes. Eine weitergehende USV-Prüfung erfolgt dann auf Maßnahmenebene im Rahmen einer Machbarkeitsstudie bzw. Entwurfsplanung für die jeweiligen Infrastruktureinrichtungen.

Land / Region / Institution Jordanien
Nummer 47774
Schwerpunkt Wasser und Abfall
Sektor 14020 - Wasser-, Sanitärver. und Abwassermanagement
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 3 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner WATER AUTHORITY OF JORDAN
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

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