Kleinstädtische Wasser- und Sanitärversorgung, Phase III
Kernproblem:
Die Unterversorgung der Bevölkerung Malis mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser und die unzureichende Verfügbarkeit sanitärer Einrichtungen stellen zentrale Entwicklungshemmnisse dar. Die Bereitstellung von Wasser- und Sanitärversorgung im ländlichen und kleinstädtischen Bereich hat in den letzten Jahren nachgelassen. Ursache hierfür sind mangelnde Kapazitäten und fehlendes Zusammenspiel der dekonzentrierten Strukturen, ausgeprägte regionale Versorgungsdefizite, ein starkes Bevölkerungswachstum kombiniert mit krisenbedingter Binnenmigration sowie ein zwischenzeitiger, ebenfalls krisenbedingter Investitionsstopp.
Modulziel:
Das Vorhaben soll den Zugang der armen, ländlichen und kleinstädtischen Bevölkerung in Mali zu hygienisch unbedenklichem Trinkwasser und angemessener Sanitärversorgung verbessern. Ziel ist die nachhaltige Sicherstellung einer ganzjährigen Versorgung der in der Programmregion in Klein- und Mittelstädten ansässigen Bevölkerung mit hygienisch einwandfreiem Wasser und angemessenen Sanitäranlagen.
Wesentliche Outputs:
Das Vorhaben umfasst ein Bohrprogramm, den Neubau und die Rehabilitierung von Wasserversorgungssystemen, die Einrichtung von Basissanitärlösungen sowie Begleitmaßnahmen, Informations- und Sensibilisierungs-Maßnahmen.
Zielgruppe:
Zielgruppe ist die Bevölkerung von Klein- und Mittelstädten mit einer Einwohnerzahl zwischen 2.000 und 30.000 insbesondere in den malischen Regionen Kayes und Koulikoro.
Beitrag zur nationalen Umsetzung der Agenda 2030:
- Keine Armut
- Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
- Nachhaltige Städte und Gemeinden
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde in die USV-Kategorie B eingeordnet. Es soll den Zugang der armen, ländlichen und kleinstädtischen Bevölkerung in Mali zu hygienisch unbedenklichem Trinkwasser und angemessener Sanitärversorgung verbessern. Ziel ist die nachhaltige Sicherstellung einer ganzjährigen Versorgung der in der Programmregion in Klein- und Mittelstädten ansässigen Bevölkerung mit hygienisch einwandfreiem Wasser und angemessenen Sanitäranlagen. Der Projektdurchführung geht im Rahmen der technischen Detailstudien eine intensive Erkundung der lokal verfügbaren Ressourcen, der Qualität, der Eignung und der nachhaltigen Bewirtschaftbarkeit dieser Ressourcen voran. Dabei werden alle bereits verfügbaren Informationen aus vorangehenden Studien und Untersuchungen ausgewertet. Regionen bzw. Agglomerationen, welche nicht über ausreichende bzw. geeignete Wasserressourcen verfügen, um den prognostizierten Trinkwasserbedarf bis zum Horizont 2025 abdecken zu können, werden nicht in das Programm einbezogen. In die Bodenerschließungsmaßnahmen der Kommunen werden Kriterien der lokalen Wasserbewirtschaftung einbezogen, um eine Übernutzung der örtlichen Wasservorräte zu verhindern. Durch den Bau von Gruppenlatrinen an Schulen, zentralen öffentlichen Plätzen und Anreizen für den privaten Latrinenbau wird die Abwasserentsorgung in den Programmregionen so verbessert, dass Belastungen der Grundwasserressourcen weitestgehend vermieden werden. Durch die Baumaßnahmen kommt es nicht zu signifikanten Auswirkungen auf die Umwelt.
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