Kleinbewässerung im Großraum West, Erweiterung Ost - PIGO Plus
Kernproblem:
Die aktuelle Kleinbewässerung nutzt die vorhandenen natürlichen Ressourcenpotentiale nicht ausreichend, um bestmöglich zur Ernährungssicherung und Schaffung von Einkommen beizutragen. Die stark schwankenden und unregelmäßig verteilten Niederschlagsmengen (Klimawandel) während der Hauptanbausaison (Regenzeit) führen zu hohen Ertragsausfällen, da mangels geeigneter Infrastruktur zur Wasserrückhaltung die Niederschläge ungenutzt abfließen und dabei oft noch Erosionsschäden verursachen.
Modulziel:
Nachhaltige Steigerung der landwirtschaftlichen Produktionskapazitäten und Aufbau von Verarbeitungs- und Vermarktungsmöglichkeiten für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in bestimmten Produktionsbecken (Talauen) im Großraum West und im Osten Burkina Fasos.
Wesentliche Outputs:
- Finanzierung von Wassermanagement- und Bodenerosionsschutzmaßnahmen (Bau von Steindämmen, Brunnen und Schutzbepflanzung, Beschaffung und Installation von Bewässerungspumpen für den Gemüseanbau)
- Ausbau der Betriebsmittel-, Lagerhaltungs- und Vermarktungsinfrastruktur, Errichtung von Kompostanlagen, Konstruktion von Lagerhäusern, Bau und Sanierung von Zugangspisten.
- Schulung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in nachhaltigem Wassermanagement und Anbautechniken, nachhaltigem Betrieb und Wartung der Infrastrukturen, Verarbeitungs- und Vermarktungsstrategien.
Zielgruppe:
Zielgruppe sind die mehrheitlich armen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in den Projektregionen Großraum West und Region Ost.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Die Folgephase der laufenden FZ-Module - mit einer Ausweitung in den Osten - "Förderung der Kleinbewässerung im Großraum West und Region Ost" ist in USVP-Kategorie B eingeordnet. Das Vorhaben erzeugt potentiell viele positive Umwelt- und Sozialwirkungen: Schaffung und Erhöhung der Wasserverfügbarkeit, Anpassung an den Klimawandel Trockenperioden), Ernährungssicherung, nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen (Niederschläge, natürliche Senken (Talauen)), Verbesserung der sozialen Lebensbedingungen, Beschäftigungsförderung, Steigerung der lokalen Wertschöpfung durch Einkommensschaffung- und Diversifizierung mittels verbesserter Vermarktungsmöglichkeiten und soziale Kohäsion durch die organisierten Nutzergruppen und Kooperativen. Dennoch ergeben sich auch unterschiedliche Umwelt- und Sozialrisiken, z.B. durch die Nutzung der nun verfügbaren, angestauten Wasserressourcen zur Bewässerung und den damit möglicherweise einhergehenden Landnutzungskonflikten, sowie indirekte ggf. geringfügige Risiken durch den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden. Es besteht zudem das Risiko, dass es auf den zahlreichen Baustellen zu Arbeitsunfällen kommt. Soziale Konflikte könnten auch dort entstehen, wo es zu Änderungen von Wasserverfügbarkeit, bzw. Neuverteilung von Ressourcen kommt. Änderungen des Wasserregimes wirken sich auf das Ökosystem aus. Diese Risiken können zum Großteil als lokale, potenziell moderate, negative Auswirkungen auf Ökosystem, Arbeiter und Anrainern (Kleinbäuerinnen und -bauern) eingestuft werden. Sie sind auf den Standort begrenzt und mit Gegenmaßnahmen nach dem aktuellen Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen vermeid-, minder- bzw. minimierbar. Da es sich um ein offenes Vorhaben mit Antragsverfahren und dadurch bisher noch unbestimmten Projektstandorten handelt, wird vor Beginn des Vorhabens ein programmspezifischer Umweltrahmenplan erstellt, der dem systematischen Identifizieren, Bewerten und Bewältigen von Umwelt- und Sozialrisiken dient. Jedes Subprojekt wird Maßnahmen zur Umweltrisiko-Vermeidung und -Minimisierung implementieren, die in einem entsprechenden Umwelt- und Sozialmanagementplan dokumentiert sind, inklusive Verantwortlichkeiten hierfür. Die Beteiligung der Zielgruppe ist ebenfalls in einem Rahmenplan beschrieben, der den Zweck hat sicherzustellen, dass die Bevölkerung und die Projektbetroffenen frühzeitig und kontinuierlich an der Entwicklung des Vorhabens beteiligt werden. Das Vorhaben stellt einen funktionierenden Beschwerdemechanismus zu Verfügung, der auf die einzelnen Teilprojekte angepasst wird.
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